Freitag, 03. November 2006 – Sonntag, 05. November 2006 In meinem Kalender speichern

Bildungsarbeit zur Geschichte der Homosexualität

Fachtagung

Angebote zur Geschichte der Homosexualität sind im Rahmen der schulischen wie auch außerschulischen Bildungsarbeit in der Regel selten anzutreffen, obwohl die Akzeptanz von Homosexualität heute gesellschaftlich verbreitet zu sein scheint. Andererseits wirken kognitive und affektive Einstellungen fort, die eine lange Tradition von Diskriminierung aufweisen. Im November 2005 bildete eine Fachtagung in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme den Auftakt der Erarbeitung von Bildungsmodulen zur Homosexualität im Nationalsozialismus. Diese Module zur Bildungsarbeit an historischen Orten - den KZ-Gedenkstätten - sollen nun diskutiert und (weiter-)entwickelt werden. Hierbei soll die Erweiterung dieser Module zur Verwendung auch in anderen Bildungskontexten initiiert werden. Zugleich wird die inhaltliche Fokussierung auf den Nationalsozialismus verlassen. Kontinuitäten der Ausgrenzung wie auch gesellschaftliche Normalisierungsprozesse sollen thematisiert werden.<br> <br> Die Fachtagung wendet sich an MultiplikatorInnen in der schulischen und außerschulischen historisch-politischen Bildungsarbeit, an LehrerInnen, GedenkstättenmitarbeiterInnen, TeamerInnen in der Jugend- und Erwachsenenbildung, Studierende der Geschichte, Politik, Pädagogik und Kulturwissenschaften sowie an DidaktikerInnen der Politik und Geschichte. Historische Quellen, Dokumentarfilme sowie literarische Formen und Darstellungstexte bilden die Grundlage für die Erarbeitung der Bildungsmodule in Workshops. Die Workshops werden eingerahmt von Plenumsvorträgen, die Bedingungen und Aspekte dieser Bildungsarbeit näher beleuchten und vertiefen:<br> <br> - Didaktisch-methodische Erfahrungen zur Arbeit mit biografischem Material<br> - Anforderungen an die historische Bildungsarbeit zur Homosexualität aus queertheoretischer Sicht<br> - Geschlechtshomogene Gruppen in der Bildungsarbeit: Möglichkeiten und Grenzen <br> - Überlegungen zu einem Antihomophobietraining für Multiplikatoren in der Gedenkstättenarbeit<br> - Rechtsextremismus, Geschlechterstereotype und Homophobie<br>