- Montag, 08. Oktober 2007 18.00 – 20.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Bioenergie - Volle Tanks und leere Bäuche
Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung
Die Bioenergie-Branche diente lange Zeit als Paradebeispiel dafür, wie Klimaschutz, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Förderung ländlicher Räume Hand in Hand gehen können. Doch auch der Bioenergie-Boom hat seine Schattenseiten. Die Erzeugung von Kraftstoffen, Strom oder Wärme Biomasse ist nicht per se umwelt- und sozialverträglich. Insbesondere der zunehmende Import von Palmöl aus tropischen Ländern steht in der Kritik. Denn für die Ausweitung der Palmölplantagen werden tropische Wälder abgeholzt. Die „Tortilla-Krise“ in Mexiko machte auf ein anderes Problem aufmerksam. Steigende Mais-Nachfrage für Biosprit in den USA führte zu einer Explosion der Maispreise mit enormen Konsequenzen für den mexikanischen Nahrungsmittelsektor. Auch die Öko-Bilanz von importierter Biomasse ist nicht selten wenig „klimaneutral“. Gleichzeitig ist die Nutzung von Bioenergie ein wichtiges Element vieler Klimaschutzszenarien für die Energiewende in Richtung erneuerbarer Energien.
Wie ist ein Import von „nachhaltig“ produzierter Biomasse zu garantieren?
Wie sollte die heimische Biomasse gefördert und genutzt werden?
Was bedeuten die steigenden Getreidepreise für die Nutzung der Bioenergie?
Und wie ist dies alles mit anspruchsvollen Klimaschutz-Zielen vereinbar?