Am Berliner Hauptbahnhof bieten Berlinerinnen und Berliner Unterkünfte für Kriegsflüchtlinge an. Urheber/in: IMAGO / Jens Schicke. All rights reserved.

Podiumsdiskussion

Freitag, 12. Juli 2024 18.00 – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Podiumsdiskussion

"Blumen und Brandsätze"

Asylpolitiken und Willkommenskulturen: Geschichte einer deutschen Debatte

Die Migrations- und Asyldebatte hat in Deutschland Konjunktur. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht über mehr Abschiebungen, überforderte Kommunen und die Frage, wie sich (Flucht-) Migration nach Deutschland begrenzen lässt, öffentlich diskutiert wird. In der Auseinandersetzung mit dieser Debatte wird häufig übersehen, wie das Schwanken zwischen Abwehrhaltung und Offenheit gegenüber Schutzsuchenden die deutsche Öffentlichkeit seit Jahren bestimmt. Die Fragen, ob, wie und wie viele Flüchtlinge aufgenommen werden sollen oder nicht, beschäftigten bereits die beiden neu gegründeten deutschen Staaten in der Nachkriegszeit und gewannen insbesondere nach dem Fall der Mauer enorm an Bedeutung.

Der Historiker Klaus Neumann rekonstruiert in seinem gerade erschienenen Buch Blumen und Brandsätze (Hamburg: Hamburger Edition, 2024) die Geschichte der Asyldebatte in Deutschland von 1989 bis heute anhand von zwei Fallbeispielen: dem Bezirk Hamburg-Altona und dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Sein Fokus liegt dabei auf Kommunalpolitiker*innen, lokalen Behörden und der Zivilgesellschaft als Akteur*innen, die die Asylpolitik und Aufnahmepraxis auf lokaler Ebene entscheidend mitgestalten.  Mit Klaus Neumann diskutiert der Historiker Patrice G. Poutrus, Autor des Buches Umkämpftes Asyl. Vom Nachkriegsdeutschland bis in die Gegenwart (Berlin: Ch. Links Verlag, 2019) darüber, wie der Umgang mit Schutzsuchenden in die deutsche Demokratiegeschichte eingebettet werden kann und welches Potenzial ein historischer Zugang hat, um die Gegenwart der Debatte zu erklären und ihre Zukunft neu zu denken.

Mit:

  • Prof. Dr. Klaus Neumann, Historiker und Kulturwissenschaftler,  Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, assoziiert am Hamburger Institut für Sozialforschung
  • Dr. Patrice G. Poutrus, Historiker, Neueste Geschichte und Historische Migrationsforschung, Universität Osnabrück

Moderation: Dr. Clara Frysztacka, Referentin für Zeitgeschichte, Heinrich-Böll-Stiftung

 

Nach dem Podiumsgespräch gibt es einen Ausklang mit alkoholfreien Getränken und Brezeln.

Eine Kooperation mit dem Verlag Hamburger Edition.

Anmeldung
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Information
Solveig Bartusch
Projektbearbeiterin, Referat Zeitgeschichte
T +49 (0)30 285 34 257
E bartusch@boell.de


» Teilnahme vor Ort
im Konferenzzentrum der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin

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Adresse
▶ Heinrich-Böll-Stiftung, Bundesstiftung Berlin sowie Online
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Sprache
Deutsch
Teilnahmegebühren
Keine
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