Film und Gespräch Montag, 28. Oktober 2019 /
Rostock

BÖLL-Montagskino „Lebenszeichen – Jüdischsein in Berlin“

Datum, Uhrzeit
Mo., 28. Okt. 2019,
19.00 – 20.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
➽ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Veranstalter/in
Landesstiftung Mecklenburg-Vorpommern
Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen

Nach „Oma & Bella“ (2012), Alexa Karolinskis berührendem Doppelporträt ihrer Großmutter und deren besten Freundin, ist LEBENSZEICHEN der zweite Teil einer Trilogie über jüdisches Leben in Deutschland, die das Gestern als notwendige Bedingung für das Heute versteht. Der Film ist nicht nur eine intime Selbst- und Familienerkundung, sondern auch ein vielstimmiges Portrait der deutschen Hauptstadt und seiner jüdischen Geschichte.

Klappernde Teller, mit denen der Tisch für das Rosh-Hashanah-Fest gedeckt wird. Das hell erleuchtete Haus einer alten jüdischen Dame, die den Krieg in einem dunklen Bunker überlebt hat. Eine Gruppe von Freundinnen, die den Garten der Liebermann-Villa pflegen... Zwei Generationen nach dem Holocaust mögen die Erinnerungen daran zu verblassen beginnen, aber in kleinen, scheinbar banalen Momenten des täglichen Lebens sind sie noch ganz spürbar. Die Regisseurin Alexa Karolinski hat Familienmitglieder, Freunde, Historiker und zufällige Bekannte befragt und ist mit ihrer Kamera im heutigen Berlin auf Spurensuche gegangen. Sie folgt den vielgestaltigen Lebenszeichen, Ritualen und Gewohnheiten um festzuhalten, wie persönliche Erinnerung und kollektive Geschichte, vererbtes Trauma und gelebte Gegenwart zusammenwirken. Die ruhige Erzählung und assoziative Struktur des Films sind dabei eine Einladung an die Zuschauer_innen, den ganz eigenen Lebenszeichen nachzuspüren.

Ort: li.wu. in der FRIEDA, Friedrichstr. 23, Rostock

Eine gemeinsame Veranstaltung von Heinrich-Böll-Stiftung MV und Lichtspieltheater Wundervoll im Rahmen der Jüdischen Kulturtage in Rostock.

Eintritt: 7,50 / 5,- EUR