Film und Gespräch
- Montag, 23. März 2026 19.00 – 21.15 Uhr In meinem Kalender speichern
Böll-Montagskino „Stolz und Eigensinn“
Gespräch mit Gerd Kroske, Regisseur und Christel Bradler, Protagonistin (angefragt)
Gerd Kroskes Doku zeigt das Leben von Frauen aus den ehemaligen Industrie-Betrieben der DDR. Sie erzählen über ihre durch Arbeit erlangte Unabhängigkeit und den Verlust ihrer hart erkämpften Souveränität.
Deutschland unmittelbar nach der Wende. Die zweite große Entlassungswelle hat den Osten erreicht. Frauen aus den ehemaligen Industrie-Großbetrieben der DDR erzählen mit heute überraschender Selbstverständlichkeit über sich und die persönlich erlangte Unabhängigkeit durch ihre Arbeit. Selbstbewusst und emanzipiert teilen sie ihr Erstaunen darüber, dass plötzlich nur noch Männer ihre Arbeiten machen sollen. Auf alten U-matic-Bändern aus den Beständen des ehemaligen Leipziger Piratensenders KANAL X sind die Interviews erhalten.
Über 30 Jahre später hat Gerd Kroske diesen filmischen Schatz aus dem Archiv der Bürgerbewegung in Leipzig geborgen und die Arbeiterinnen von damals wiedergefunden. Wie blicken sie heute, 30 Jahre später, auf ihre Erfahrungen aus der Nachwendezeit zurück? Die neuen Interviews und die Archivaufnahmen von damals verdichtet er in „Stolz & Eigensinn“ zu einem vielstimmigen Porträt, das einen persönlichen Blick auf den historischen Umbruch von 1989/90 wirft.
Gerd Kroske wurde 1958 in Dessau geboren, wuchs in Leipzig und Ost-Berlin auf. Über Umwege studierte er Regie in Babelsberg und arbeitete für das DEFA-Dokumentarfilmstudio. 1989 produzierte er seinen ersten eigenen Film über die Montagsdemos der Friedlichen Revolution, „Leipzig im Herbst“.
Ort: li.wu. in der FRIEDA 23, Friedrichstr. 23, Rostock
Kooperationspartner:innen: Heinrich-Böll-Stiftung MV, Lichtspieltheater Wundervoll
Eintritt: 8,- / 6,- / 5,- EUR, Kulturticket
- Adresse
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Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern
Friedrichstraße 23
18057 Rostock
- Veranstalter*in
- Landesstiftung Mecklenburg-Vorpommern