- Dienstag, 23. November 2010 19.00 In meinem Kalender speichern
book:look | Kirsten Heisig | Das Ende der Geduld – Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter | Lesung mit Fadi Saad
Die Gewalttäter werden jünger, brutaler, skrupelloser und die Gesellschaft mit diesem Problem hilfloser. Die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig war nicht bereit, das hinzunehmen. So wollte sie nicht akzeptieren, dass bei Jugendlichen zwischen Straftat und Gerichtsverhandlung viele Monate vergehen, und entwickelte das Neuköllner Modell. Hier findet nach einfachen Delikten von Jugendlichen innerhalb von drei Wochen die Gerichtsverhandlung statt. Die schnellen Strafen haben damit einen größeren Wirkungseffekt bei Tätern und Opfern. In ihrem Buch »Das Ende der Geduld« erläutert sie das Modell und dessen Durchsetzungsweg, beschreibt Lebensläufe jugendlicher Krimineller, schildert Straftaten und Verfahren, benennt die Situationen an Schulen, Jugendämtern und bei der Polizei. Heisig liefert Fakten, aber auch Lösungsvorschläge, wie z.B. die Vernetzung von Polizei, Staatsanwaltschaft, Jugendamt, Schulen, Behörden, Institutionen und Eltern funktionieren sollte. Dabei wirft sie auch einen vergleichenden Blick ins europäische Ausland.
Im ihrem Buch fordert die Richterin die Beseitigung von Handlungsdefiziten und eine ehrliche und notwendige Debatte in der Bekämpfung von Jugendkriminalität. Kirsten Heisig verstarb unerwartet Ende Juni 2010 in Berlin.
Fadi Saad, entwickelte sich vom Gang-Mitglied zum Streetworker, ist heute als Quartiersmanager im Reinickendorfer Lettekiez tätig. Für sein Engagement und seine vielfältigen Tätigkeiten in der Jugendarbeit wurde er 2007 mit dem InterDialogPreis zur Förderung des interkulturellen Austauschs und Zusammenlebens in Berlin und für sein Buch mit dem Deutschen Förderpreis Kriminalitätsprävention 2009 ausgezeichnet. Podiumsdiskussion mit
Im ihrem Buch fordert die Richterin die Beseitigung von Handlungsdefiziten und eine ehrliche und notwendige Debatte in der Bekämpfung von Jugendkriminalität. Kirsten Heisig verstarb unerwartet Ende Juni 2010 in Berlin.
Fadi Saad, entwickelte sich vom Gang-Mitglied zum Streetworker, ist heute als Quartiersmanager im Reinickendorfer Lettekiez tätig. Für sein Engagement und seine vielfältigen Tätigkeiten in der Jugendarbeit wurde er 2007 mit dem InterDialogPreis zur Förderung des interkulturellen Austauschs und Zusammenlebens in Berlin und für sein Buch mit dem Deutschen Förderpreis Kriminalitätsprävention 2009 ausgezeichnet. Podiumsdiskussion mit
- Stefan Wittke, Polizei Hannover
- Ulrike Hopf, Oberstaatsanwältin a. D.
- Fadi Saad, Quartiersmanager (Berlin)
- Michael Kunze, FB Jugend & Familie, Bereichsleiter KSD
- Prof. Dr. Wolfram Stender, Soziologe, FH Hannover (angefragt)
- Veranstalter*in
- Externe Veranstaltung