- Montag, 29. September 2008 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Bosnien-Herzegowina - Europas ungelöstes Problem auf dem Westbalkan
Öffentliche Podiumsdiskussion im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Die europäischen Perspektiven des westlichen Balkans“
Mit
Nermina Sacic, Politologin, Universität Sarajevo
Srdjan Dizdarevic, Vorsitzender des Helsinki-Kommittees Bosnien-Herzegowina, Sarajevo
Dirk Lange, Referatsleiter EU-Generaldirektion Erweiterung, Brüssel
Bodo Weber, Soziologe und Balkanexperte, Berlin
Moderation: Mirela Grünther-Decevic, Leiterin des Länderbüros Bosnien-Herzegowina der Heinrich-Böll-Stiftung, Sarajevo
Bosnien-Herzegowina befindet sich fast eineinhalb Jahrzehnte nach Kriegsende und Daytoner
Friedenschluss hinsichtlich seiner politischen Perspektiven in einem vollkommen unklaren Zustand.
Während sich Kroatien der EU-Mitgliedschaft annähert und mit der Unabhängigkeit des Kosovo die zentral verbliebene Statusfrage der Region beantwortet wurde, bleibt die Zukunft des Staates Bosnien-Herzegowina ungelöst.
Daran ändert auch das im Juni dieses Jahres nach langer Blockade unterzeichnete Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens (SAA) mit der Europäischen Union nichts: Die Zustimmung aus Brüssel zu dem Abkommen muss eher im Rahmen der politischen Spannungen um das Kosovo gelesen werden denn als Ausdruck einer substantiell veränderten Reformbereitschaft der einheimischen Eliten. Ungeachtet dieses widersprüchlichen Hintergrunds stellt sich die Frage nach der Zukunft des europäischen Integrationsprozesses und des demokratischen Reformprozesses des disfunktionalen Staates Bosnien-Herzegowina:
Wird der in Gang gekommene EU-Integrationsprozess in der Implementierungsphase des SAA- Abkommens rasch wieder in sich zusammenbrechen? Was lässt sich aus den politischen Reaktionen im Land auf die Verhaftung von Radovan Karadzic ablesen – auch hinsichtlich der jüngst zugenommenen autoritären politischen Tendenzen in der Republika Srpska?
Über diese Fragen diskutieren unsere Gäste aus Sarajevo, Brüssel und Berlin. Anlass der Veranstaltung ist die jüngst veröffentlichte Studie „Bosnien-Herzegowina und die Widersprüche des EU- Integrationsprozesses` des Landesbüros Sarajevo der Heinrich-Böll-Stiftung.
Nermina Sacic, Politologin, Universität Sarajevo
Srdjan Dizdarevic, Vorsitzender des Helsinki-Kommittees Bosnien-Herzegowina, Sarajevo
Dirk Lange, Referatsleiter EU-Generaldirektion Erweiterung, Brüssel
Bodo Weber, Soziologe und Balkanexperte, Berlin
Moderation: Mirela Grünther-Decevic, Leiterin des Länderbüros Bosnien-Herzegowina der Heinrich-Böll-Stiftung, Sarajevo
Bosnien-Herzegowina befindet sich fast eineinhalb Jahrzehnte nach Kriegsende und Daytoner
Friedenschluss hinsichtlich seiner politischen Perspektiven in einem vollkommen unklaren Zustand.
Während sich Kroatien der EU-Mitgliedschaft annähert und mit der Unabhängigkeit des Kosovo die zentral verbliebene Statusfrage der Region beantwortet wurde, bleibt die Zukunft des Staates Bosnien-Herzegowina ungelöst.
Daran ändert auch das im Juni dieses Jahres nach langer Blockade unterzeichnete Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens (SAA) mit der Europäischen Union nichts: Die Zustimmung aus Brüssel zu dem Abkommen muss eher im Rahmen der politischen Spannungen um das Kosovo gelesen werden denn als Ausdruck einer substantiell veränderten Reformbereitschaft der einheimischen Eliten. Ungeachtet dieses widersprüchlichen Hintergrunds stellt sich die Frage nach der Zukunft des europäischen Integrationsprozesses und des demokratischen Reformprozesses des disfunktionalen Staates Bosnien-Herzegowina:
Wird der in Gang gekommene EU-Integrationsprozess in der Implementierungsphase des SAA- Abkommens rasch wieder in sich zusammenbrechen? Was lässt sich aus den politischen Reaktionen im Land auf die Verhaftung von Radovan Karadzic ablesen – auch hinsichtlich der jüngst zugenommenen autoritären politischen Tendenzen in der Republika Srpska?
Über diese Fragen diskutieren unsere Gäste aus Sarajevo, Brüssel und Berlin. Anlass der Veranstaltung ist die jüngst veröffentlichte Studie „Bosnien-Herzegowina und die Widersprüche des EU- Integrationsprozesses` des Landesbüros Sarajevo der Heinrich-Böll-Stiftung.
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin