Mittwoch, 02. Mai 2007 18.00 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Bürokratisierung und Bürokratieabbau im internationalen Vergleich - wo steht Deutschland?

Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung

Deutschland gilt in der Selbst- und Fremdwahrnehmung als stark `bürokratisierter` Staat. Diese verbreitete Ansicht wird durch eine Reihe von internationalen Vergleichsstudien (z.B. OECD, Weltbank) untermauert. Die Ergebnisse dieser Studien werden allerdings häufig nur sehr selektiv und unkritisch wahrgenommen. Zudem werden sie meistens dann wahrgenommen, wenn sich vorhandene Stereotypen über Deutschland als bürokratisierter Staat bestätigen. Gleichzeitig gelten ganz unterschiedliche Probleme als `Bürokratieprobleme`, so dass es auch eine Vielfalt von Vorschlägen zum Bürokratieabbau gibt, deren Wirksamkeit angesichts der unklaren Problemdefinition von `Bürokratisierung` eher in Frage gestellt werden können.

Das vorliegende Gutachten stellt den verbreiteten Stereotypen eine erste vergleichende Bestandsaufnahme zur `Bürokratisierung` Deutschlands gegenüber. Ziel ist es, zu einer realistischen Einschätzung über die Kernprobleme der `Bürokratisierung` in Deutschland zu kommen, um damit der Debatte über wirksame Instrumente und Verfahren zum Bürokratieabbau eine gesicherte Grundlage zu liefern. Deutschland wird anhand der drei Dimensionen der Bürokratiekritik ( zu viel Staat, zu viel Regulierung, bürokratische Organisation) international verglichen und eingeordnet. Dabei ergibt sich nicht nur ein differenziertes, sondern in Teilen auch ein anderes Bild der `Bürokratisierung` in Deutschland.
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