- Montag, 09. Juni 2008 19.30 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern
China: Religiöse Vielfalt, Menschenrechte und die Staatsmacht
Religion und Politik #5
Podiumsdiskussion
Bisher wurde Religion in der Menschenrechtsdebatte um China nur im Zusammenhang mit Tibet thematisiert. Sie spielt jedoch für die Gesamtverfassung demokratischer Rechte in ganz China eine Rolle und hängt mit den politischen Rahmenbedingungen zusammen. Während in der Kulturrevolution Tempel zerstört und Gläubige verfolgt wurden, sind seit den 1970ern Buddhismus, Taoismus, Islam, Katholizismus und Protestantismus als Religionen offiziell anerkannt und die Religionsfreiheit in der Verfassung festgeschrieben. In jüngster Zeit wurde die aktive Rolle religiöser Persönlichkeiten und der Gläubigen bei der Förderung der gesellschaftlichen Entwicklung erstmals in einem Statut der KP China erwähnt. Doch was heißt diese Anerkennung für die Praxis, zumal sich religiöse Gruppen weiterhin nur offiziell unter der Kontrolle der Partei organisieren dürfen? Können unter den gegebenen Rahmenbedingungen religiöse Gruppen Impulse für die Enstehung zivilgesellschaftlicher Strukturen geben?
Mit: Shi Ming, freier Journalist, Deutsche Welle, Bonn
Xiaobing Wang-Riese, Kulturanthropologin
Pädagogische Universität, Ürümqi (Xinjiang,
China)
Thomas Heberer, Prof. für Politikwissenschaft,
Schwerpunkt Ostasien, Universität
Duisburg-Essen
Moderation: Ruth Ciesinger, Tagesspiegel
Bisher wurde Religion in der Menschenrechtsdebatte um China nur im Zusammenhang mit Tibet thematisiert. Sie spielt jedoch für die Gesamtverfassung demokratischer Rechte in ganz China eine Rolle und hängt mit den politischen Rahmenbedingungen zusammen. Während in der Kulturrevolution Tempel zerstört und Gläubige verfolgt wurden, sind seit den 1970ern Buddhismus, Taoismus, Islam, Katholizismus und Protestantismus als Religionen offiziell anerkannt und die Religionsfreiheit in der Verfassung festgeschrieben. In jüngster Zeit wurde die aktive Rolle religiöser Persönlichkeiten und der Gläubigen bei der Förderung der gesellschaftlichen Entwicklung erstmals in einem Statut der KP China erwähnt. Doch was heißt diese Anerkennung für die Praxis, zumal sich religiöse Gruppen weiterhin nur offiziell unter der Kontrolle der Partei organisieren dürfen? Können unter den gegebenen Rahmenbedingungen religiöse Gruppen Impulse für die Enstehung zivilgesellschaftlicher Strukturen geben?
Mit: Shi Ming, freier Journalist, Deutsche Welle, Bonn
Xiaobing Wang-Riese, Kulturanthropologin
Pädagogische Universität, Ürümqi (Xinjiang,
China)
Thomas Heberer, Prof. für Politikwissenschaft,
Schwerpunkt Ostasien, Universität
Duisburg-Essen
Moderation: Ruth Ciesinger, Tagesspiegel
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin