Workshop Samstag, 17. November 2018 /
Berlin

Commoning: Wie offene Werkstätten gesellschaftliche Utopie erlebbar machen

Ein Praxisworkshop

Datum, Uhrzeit
Sa., 17. Nov. 2018,
10.00 – 17.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)
Natur, Mensch und soziale Beziehungen werden durch den Kapitalismus zunehmend zerstört. Auf der Suche nach Alternativen ist es sinnvoll, Theorie und Praxis zu verknüpfen und eigene Erfahrungen mit neuen, z.B. commonsorientierten Ansätzen zu machen.

Commons sind Ressourcen (Code, Wissen, Nahrung, Energiequellen, Wasser, Land, Zeit u. a.), die aus selbstorganisierten Prozessen des gemeinsamen bedürfnisorientierten Produzierens, Verwaltens, Pflegens und/oder Nutzens (Commoning) hervorgehen.

Dieses (Praxis-) Seminar stellt am Beispiel der Nutzung eines 3D Druckers moderne Technologie in Relation zu Nachhaltigkeit und sozialer Arbeit. Anhand eines konkreten Gerätes, des Rep Rap 3D Druckers, werden die vier Säulen der Nachhaltigkeit: das Soziale, die Kultur, die Ökonomie und die Ökologie beleuchtet. Es werden Bildungsprozesse erlebbar gemacht, die auf Kooperation und gemeinsamem Lernen basieren, wie sie in sogenannten offenen Werkstätten entstehen können. Eine offene Werkstatt ist eine Low- und Hightech-Werkstatt für Stadtteile oder Communities, die Dinge produzieren wollen, die in erster Linie lokale Bedürfnisse erfüllen.

Nach der Einführung in die Theorie des Commoning, wird an einem praktischen Beispiel erfahren, wie das Commoning und Teilen funktionieren kann. Ein Open Source 3D Drucker wird vorgestellt, es gibt eine praktische Einheit, in der die Teilnehmer *innen die Theorie und Technologie selbst ausprobieren und erfahren. Danach wird reflektiert und ausgewertet, inwieweit die Ideen in die soziale Arbeit und in die ökonomische Bildung weitergetragen werden können und welchen Effekt das auf die zukünftige Wirtschaftsweise haben könnte.

Das Seminar wendet sich an Menschen die sich für gesellschaftliche Transformation und neue Lern- und Arbeitsformen begeistern, an Tüftler*innen, Hacker*innen, Sozialarbeiter*innen und andere Interessierte.

Workshopleitung:
Thomas Mehwald
, Dipl. Volkswirt, 6 Jahre Arbeit in Asien/Indien, Mitarbeiter in Unterkünften für Geflüchtete, aktuell in der Straßensozialarbeit.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Für weitere Informationen und Wünschen zur Barrierefreiheit kontaktieren Sie: Tanya Lazova, lazova@bildungswerk-boell.de

Veranstalter: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung Diese Veranstaltung wird gefördert von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin