Workshop Montag, 30. September 2019 /
Berlin

Connecting the Dots

Die Zeitstrahl-Methode als Ansatz ganzheitlichen Lernens

Datum, Uhrzeit
Mo., 30. Sep 2019,
10.00 – 17.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)
Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Ausgehend von persönlichen und widerständigen Geschichten ist die Zeitstrahl-Methode ein Ansatz um hegemoniale Geschichtsschreibung herauszufordern und zu zeigen, dass jeder einzelne Mensch ein handelndes Subjekt von Geschichte sein kann.

Das Projekt connecting the dots setzt sich mit (post-)kolonialer Geschichte und Gegenwart im deutschen und globalen Kontext auf bisher einzigartige Weise auseinander. Unser Schwerpunkt liegt darauf, Geschichten aus den letzten fünf Jahrhunderten ausfindig zu machen, die verschwiegen, vergessen oder marginalisiert wurden.

Für unserer Zeitstrahl-Methode haben wir Zitate aus über 500 Jahren zu zehn Themen recherchiert und durch Hintergrundinformationen kontextualisiert. Die Urheber*innen dieser Zitate haben hegemoniale und widerständige Perspektiven, sind sowohl weiße deutsche Philosophen aus dem 19. Jahrhundert sowie indigene Anführerinnen antikolonialer Kämpfe aus den Amerikas des 18. Jahrhunderts. Die Themen reichen von Kolonialismus über Kapitalismus zu Rassismus in Deutschland.

Der Workshop bietet eine Einführung in die Zeitstrahl-Methode als ein Ansatz ganzheitlichen Lernens. Mit diesem Workshop wollen wir die Brücke zwischen Theorie und Praxis schlagen. Während postkoloniale Theoretiker*innen auf die Dringlichkeit verweisen, marginalisiertes Wissen zu vermitteln, geht die Bewegungsforschung davon aus, dass Menschen sich politisch engagieren, wenn sie eine emotionale Verbindung zu einem politischen Thema spüren. In diesem Workshop wird anhand der Zeitstrahl-Methode verdeutlicht, wie historisches Wissen über globale Macht- und Ungleichverhältnisse vermittelt werden und dabei emotionales Lernen stattfinden kann. Durch verschiedene interaktive Inputs und Übungen werden die Teilnehmenden nicht nur Lernende, sondern Reflektierende ihrer eigenen Positionierungen, Perspektiven und Verstrickungen bezüglich ihrer Rolle in Machtverhältnissen insbesondere als Multiplikator*innen der politischen Bildungsarbeit.

Der Workshop richtet sich vorrangig an Multiplikator*innen der entwicklungspolitische Bildungsarbeit, steht aber auch anderen Interessierten offen. Workshop-Sprachen sind Deutsch, Englisch und Französisch.