Workshop Freitag, 30. Oktober 2020 – Sonntag, 01. November 2020 /
Berlin

„Da seh ich aber weiß.“ Oder was Rassismus mit mir zu tun hat.

Kritisches Weißsein im Alltag, Beruf und im Privaten

Datum, Uhrzeit
Fr., 30. Okt. 2020, 17.00 Uhr  –
So., 01. Nov. 2020, 14.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung

Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)
Ausgebucht. Auch die Warteliste ist geschlossen.

Rassismus muss entschieden entgegengetreten werden, und das nicht nur in Zeiten des
derzeitigen Rechtsrucks in Deutschland – dem würden viele weiße Menschen zustimmen und sich
als tolerant und weltoffen beschreiben. Was aber braucht es, um eine rassismuskritische Haltung
zu verinnerlichen und vor allem auch zu leben? Welche rassistischen Denkmuster, Glaubenssätze
und Handlungsweisen tragen viele weiße Menschen unbewusst in sich? Wann und wie
reproduzieren sie Rassismus, ohne dies zu wollen und zu bemerken?
An diesem Wochenende wollen wir gemeinsam mit unterschiedlichen Methoden erfragen, erfühlen
und reflektieren was Weißsein bedeutet. Rassismus ist immer gegenwärtig. Weiße Menschen
merken dies allerdings sehr oft nicht und reproduzieren rassistische Strukturen, auch ungewollt, oft
mit. Als weiße Person in einem rassistischen System aufzuwachsen und sozialisiert zu werden,
bedeutet in erster Linie eine Reihe an Privilegien zu genießen, aber auch selber bestimmte
rassistische Denkweisen gelernt zu haben. Der Workshop wird Gefühlen wie Scham, Schuld oder
Wut, die bei der Auseinandersetzung mit dem eigenem Weißsein auftreten können, Platz geben.
Wir möchten in diesen Emotionen aber nicht stecken bleiben, sondern möchten diese in ein Gefühl
von Verantwortung und Handlungsfähigkeit umwandeln.

Folgende Leitfragen werden zentral: Wie werde ich durch Rassismen privilegiert? Wie äußern sich
diese Privilegien auf einer individuellen und strukturellen Ebene, zum Beispiel in
Freund_innenschaften oder im Beruf und wie kann ich verantwortungsvoll mit ihnen umgehen?
Was sind Mikro Aggressionen und wie können diese vermieden werden?

Lasst uns gemeinsam ehrlich sein, Gefühle zulassen und Verantwortung übernehmen!

Zielgruppe: Weiße Menschen, die bereit sind sich intensiv mit Weißsein und Rassismus auseinanderzusetzen
Lernziel: Involviertheit im System Rassismus reflektieren, Handlungsoptionen erarbeiten

Workshopzeiten:
Freitag 17-20 Uhr
Samstag 10-17 Uhr
Sonntag 10-17 Uhr

Teilnahmebeitrag:
65,00 Euro, ermäßigt 32,50 Euro (ALG II + Studierende, nur mit Nachweis)

Nina Khan arbeitet als cis Person of Color seit 10 Jahren in der politischen Bildungsarbeit mit einem Schwerpunkt auf (Anti-)Diskriminierung und Rassismus.
Lou Herbst leitet als weiße und queere nicht binäre Person seit mehr als 10 Jahren Workshops im Bereich Anti-Diskriminierung und Diversität. Lou arbeitet vor Allem zu cis/hetero – Sexismus, Rassismus/Weißsein und Kolonialen Kontinuitäten und Intersektionalität.

Sie erhalten eine verbindliche Anmeldebestätigung.
Die Zahlung des Teilnahmebeitrags wird nach Erhalt der Anmeldebestätigung bzw. nach Zahlungsaufforderung fällig. Bei Absagen, die weniger als drei Wochen vor Seminarbeginn eingehen, wird die Teilnahmegebühr nur dann zurückerstattet, wenn jemand von der evtl. vorhandenen Warteliste nachrücken kann. In jedem Fall werden aber 20 € Bearbeitungsgebühr einbehalten.

Der Workshop kann für das Politikmanagement-Zertifikat von GreenCampus der Heinrich Böll Stiftung mit 16 Unterrichtsstunden angerechnet werden.

Wegen der Corona Pandemie und der derzeit geltenden Abstandsregeln nehmen wir nur 8 Teilnehmende auf. Sollte sich die Situation entspannen, stocken wir auf 10 Teilnehmende auf. Sollte die Lage sich wieder verschärfen, kann der Workshop auch als Online-Workshop durchgeführt werden.

Unsere Corona-Präventionsmaßnahmen:
Gemeinsam wollen wir auf die Sicherheit aller achten.
Wir werden die Räume gut durchlüften und die Stühle mit ausreichend Abstand aufstellen.
Sie werden eine kleine Gruppe von x Teilnehmenden sein, bitte halten Sie dennoch jederzeit die 1,5 Meter Abstand ein.
Bitte bringen Sie Ihren eigenen Mund-Nasen-Schutz mit. Dieser muss beim Betreten des Bildungswerks getragen werden. Am Sitzplatz darf er – wie z.B. in Restaurants auch – abgenommen werden. Die Teamer*innen werden gemeinsam mit Ihnen besprechen, wie der Umgang damit sein soll. Die Seminarleiter*innen dürfen – bei ausreichendem Abstand – ohne Mund-Nasen-Schutz arbeiten.
Öfter zwischendurch Händewaschen und Händedesinfizieren wird empfohlen. Ein Desinfektionsmittelständer steht bereit.
Wir bitten darum, die Pausen nach Möglichkeit im Freien zu verbringen.
Leider können wir aufgrund der Hygienevorschriften kein Buffet / keine Snacks bereitstellen.
Die Versorgung mit Mineralwasser ist aber gewährleistet. Auch Kaffee und Tee wird möglich gemacht.
Bitte tragen Sie für eine eventuelle Kontaktnachverfolgung Ihre vollständigen Daten leserlich in die Teilnehmer*innenliste ein.

Diese Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

Ausschlussklausel:
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechten Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch sexistische, rassistische, nationalistische, antisemitische, antimuslimische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen und Symboliken in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. Dies gilt auch, wenn eine Teilnahmegebühr bereits gezahlt wurde.