Online-Seminar
- Samstag, 19. September 2026 10.00 – 14.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Das 1x1 der Intersektionalität
Unterschiede, die einen Unterschied machen?
Vielleicht kennt ihr dieses Gefühl: Ihr werdet nicht nur wegen einer Sache ausgegrenzt, sondern es kommen mehrere Dinge zusammen? Es fühlt sich an, als würden verschiedene Formen von Diskriminierung wie an einer Kreuzung aufeinandertreffen – und ihr selbst steht genau in der Mitte.
Genau hier setzt das Konzept der Intersektionalität an. Es geht nicht um „Vielfalt“, es geht darum, wie Rassismus, Sexismus, Klassismus, Ableismus und andere Unterdrückungsformen nicht nebeneinander existieren, sondern sich überschneiden und gegenseitig verstärken.
Gleichzeitig Hand aufs Herz: Wer von uns hat nicht auch Angst, in diesem komplexen Thema Fehler zu machen? Geht es euch auch so? Ihr wollt sensibel sein, wisst aber manchmal nicht, wie ihr etwas ansprechen sollt, ohne jemanden zu verletzen. Oder ihr merkt erst im Nachhinein, dass ihr selbst jemanden diskriminiert habt, ohne es zu wollen – einfach, weil wir alle in einem System voller Vorurteile aufgewachsen sind.
Mir als Seminarleitung geht es ganz genauso: Auch ich erlebe Diskriminierung an bestimmten Stellen, und gleichzeitig entdecke ich immer wieder meine Wahrnehmungslücken. In diesem Workshop wollen wir genau diese Unsicherheit zulassen.
Wir werden uns im Seminar mit folgenden Fragen beschäftigen:
* Was bedeutet Intersektionalität?
* Wo liegt der Ursprung des Konzeptes?
* Welche verschiedenen Diskriminierungs- und Identitätskategorien gibt es?
* Wie kann ich meine Privilegierungs- und Diskriminierungserfahrungen reflektieren?
* Wie kann ich mich sensibilisieren und handeln?
Dieses Seminar ist kein Ort für erhobene Zeigefinger. Es ist ein Raum, um Fragen zu stellen, Fehler als Lernchancen zu begreifen und gemeinsam Wege zu finden, wie wir echte, diskriminierungssensible Solidarität leben können.
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Interessierte, die verstehen möchten, warum manche Unterschiede gesellschaftlich so viel schwerer wiegen als andere. Es ist für Menschen gedacht, die in ihrem Alltag oder Beruf mit Vielfalt zu tun haben und sich fragen, wie sie Diskriminierung besser erkennen und solidarischer handeln können – auch wenn sie bisher Sorge hatten, dabei etwas falsch zu machen oder die „falschen“ Begriffe zu verwenden. Spezielle Vorkenntnisse sind nicht nötig; wir setzen lediglich die Offenheit voraus, die eigene Perspektive zu hinterfragen und den Mut, sich auf einen ehrlichen Austausch einzulassen.
Veranstaltungsziele
Die Teilnehmenden …
- kennen das Konzept der Intersektionalität und verstehen, dass verschiedene Merkmale wie Geschlecht, soziale Herkunft, Sprache, Behinderung oder Religion zusammenwirken und das Leben von Menschen unterschiedlich beeinflussen.
- können Privilegien und Marginalisierung nicht nur individuell, sondern strukturell einordnen und nehmen wahr, dass unterschiedliche Erfahrungen innerhalb einer Gruppe zu Spannungen führen können.
- können intersektionale Perspektiven auf ihr eigenes gesellschaftliches Engagement oder ihren Alltag beziehen und überlegen, wie sie achtsam, solidarisch und inklusiv handeln können.
Das Seminar wird von Blu Doppe geleitet. Es wird mit 4 Unterrichtsstunden für das GreenCampus-Zertifikat der GreenCampus-Weiterbildungsakademie im Bereich "Diversity, Gender, Rassismuskritik" anerkannt.
- Adresse
-
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
- Veranstalter*in
- Landesstiftung Nordrhein-Westfalen
- Sprache
- Deutsch
- Teilnahmegebühren
- Das Seminar ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich.