Sonntag, 21. Februar 2010 11.00 – 13.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Das Ende der Privatsphäre

Der Weg in die Überwachungsgesellschaft

Normal 0 21 MicrosoftInternetExplorer4 Im Rahmen des
Salon am Sonntag

Ein Gespräch mit dem Bundesbeauftragten für Datenschutz Peter Schaar
 
Die rasante Entwicklung der Informationstechnologien geht einher mit einem wachsenden Kontrollbedürfnis. Peter Schaar, seit 2003 Bundesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit, warnt vor der Tendenz, den Einzelnen als Risikofaktor zu betrachten, der beobachtet, registriert und bewertet werden muss. Er skizziert, wie sich demokratische Staaten aus Angst vor Angriffen von außen und vor den eigenen Bürgern zu Überwachungsgesellschaften entwickeln.
Sein Buch ist als Warnruf zu verstehen, der den Bürgern deutlich machen will, welche Risiken im allgemein zunehmenden Verlust der informationellen Selbstbestimmung liegen. Die größte Gefahr geht dabei von der Unkontrollierbarkeit der gesammelten Daten und ihrer Verwendungen aus. Schaar widmet sich den einzelnen Überwachungssystemen wie Video, Maut und Biometrie bis hin zu neuen RFID-Chips. Dabei gelinge es ihm, diese oft komplexen Techniken auch für fachfremde Leser verständlich zu machen.

Wie sieht Peter Schaar die Handlungsspielräume und Grenzen der Datenschutzbeauftragten? Welche Erfolge hat er in den letzten Jahren in seiner Funktion errungen und an welchen Problemen scheitert er? Was will er in den nächsten Jahren erreichen? Wie geht er selbst mit seinen Datenspuren um?

Unser Gast:
Peter Schaar, Jahrgang 1954, Diplom-Volkswirt, ist seit fast zwanzig Jahren in verschiedenen Funktionen im Bereich des Datenschutzes tätig. Seit Ende 2003 ist er Bundesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit.

«Das Ende der Privatsphäre» ist 2007 im C. Bertelsmann Verlag, München erschienen.

Vorbereitung und Moderation: Jörg Stübing
Eintritt: 5/3 €