Bildungsreise
- Mittwoch, 30. Juni 2027 – Freitag, 02. Juli 2027 In meinem Kalender speichern
Das Grubenland
Zwischen Erinnerungskultur und Zukunftsperspektiven im Rheinischen Braunkohlerevier
Im Rheinischen Braunkohlerevier zwischen Köln, Aachen und Mönchengladbach wird seit über 300 Jahren Braunkohle gefördert. Mit dem vorgezogenen Kohleausstieg endet der Abbau in den Tagebauen Hambach, Garzweiler und Inden spätestens 2030. Die Bildungsexkursion beschäftigt sich mit den Folgen dieses tiefgreifenden Strukturwandels: In welche Richtung wird sich eine Region, die landschaftlich und gesellschaftlich stark vom Braunkohleabbau und dem Protest dagegen geprägt wurde, verändern? Wird das Jahrhundertprojekt der Seenbefüllung mit Wasser aus Rhein bzw. Rur gelingen? Und welche Herausforderungen kommen dabei auf Bevölkerung, Politik und Wirtschaft zu? Auf drei Fahrradtouren erhalten die Teilnehmenden Einblicke in Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Reviers. Sie lernen verschiedene Rekultivierungskonzepte kennen, besuchen das gerettete, aber vollständig verlassene Dorf Bürgewald und erfahren aus erster Hand durch Bernd Servos, wie Umsiedlungen ablaufen. Im nebenan liegenden Reststück des Hambacher Walds lässt sich der jahrzehntelange Widerstand gegen die Tagebauplanungen anschaulich erleben und mehr als einmal werfen Sie auf den Touren einen Blick ins Loch, der noch lange nachhallen wird. Darüber hinaus werden aktuelle Zukunftsprojekte und Planungen für die Entwicklung der Region vorgestellt.
Zielsetzung:
Die Teilnehmenden
- kennen die technischen und geschichtlichen Grundlagen des Tagebaus und der Braunkohleverstromung und deren Auswirkungen auf Mensch und Umwelt.
- setzen sich mit den Zukunftsplanungen (Wasserwirtschaft, Energiewende, Tourismus, Industriekultur) für die Region auseinander.
- bekommen einen Einblick in erinnerungskulturelle und zivilgesellschaftliche Aktivitäten der Region.
- lernen relevanten Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Kultur, Politik/Verwaltung und Wirtschaft im Rheinischen Revier kennen.
- bekommen durch Zeitzeugengespräche einen empathischen Einblick in die Themenkomplexe Umsiedlung, Heimatverlust und Protestkultur
Zielgruppe:
- Die Reise richtet sich an geübte Radfahrer*innen mit Grundkondition. Die Strecken führen über Wege mit guten Oberflächen (Straßen, Radwege, ausgebaute Forstwege), zum Teil (beispielsweise im Hambacher Wald oder im Tagebauvorfeld) aber auch über unbefestigte Wege. Rennräder und Citybikes mit schmalen Reifen sind für die Reise ungeeignet.
- Interessierte, die sich mit Energietransformation und Industriekultur beschäftigen
- Interessierte, die Teil der Protestkultur in Hambi/Lützerath waren und die mehr über die Hintergründe und die Zukunftskonzepte für die Region erfahren möchten
- Mitglieder von Natur- und Umweltschutzinitiativen und -verbänden
- Mitarbeiter*innen aus Politik und Verwaltung, die sich mit dem Strukturwandel im Rheinischen Revier beschäftigen
- Interessierte aus Regionen, in denen ein ähnlicher Strukturwandel stattfindet
Im Seminarpreis sind nur Bildungsleistung und Eintritte enthalten. Die Reise beginnt an unterschiedlichen Orten, die alle gut von Köln mit der Bahn erreichbar sind. Wichtig: Ein Hotel ist selbst zu buchen. Ein Hotelkontingent ist reserviert bis 15.03.2027. Weitere Informationen zum Hotel erhalten Sie mit der Anmeldebestätigung. Verpflegung ist vor Ort möglich und wird selbst bezahlt.
- Adresse
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▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
- Veranstalter*in
- Landesstiftung Nordrhein-Westfalen
- Sprache
- Deutsch