Samstag, 27. Februar 2010 11.00 In meinem Kalender speichern

Das „Hannoverversche Frauenbündnis“ lädt ein… Stadtgang zu Frauenthemen damals und heute

Veranstaltungen zum Internationen Frauentag 2010

Als Auftakt zu den Veranstaltungen zum internationalen Frauentag 2010 wollen wir den Blick lenken auf Erfolge und Nöte von Frauen. Wir besuchen dazu exemplarische Orte in Hannovers Innenstadt.

Als erstes erinnern wir uns an Cora Berliner, erste Regierungsrätin und Professorin für Wirtschaftswissenschaft. Sie war aktiv im Jüdischen Frauenbund und verhalf vielen Verfolgten zur Flucht. Sie selbst wurde 1942 nach Minsk deportiert und umgebracht.

Die nächste Station ist das Bekleidungsgeschäft „New Yorker“ in der Seilwinderstraße. Dort informieren wir uns über die Arbeitsbedingungen der Frauen in Bangladesch.

Vor dem JobCenter in der Marktstraße thematisieren wir den Skandal „Armut trotz Arbeit“ und die rechtlichen Regelungen, die Frauen benachteiligen, z. B. Bedarfsgemeinschaften nach Hartz IV.

Weiter geht es zur Ausländerstelle in der Leinstraße. Hier soll es u.a. um das Thema „Eigenständiges Aufenthaltsrecht für Frauen“ gehen.

Vor dem heutigen Umweltministerium in der Calenbergerstraße erinnern wir uns an die Leistungen der Juristin Theanolte Bähnisch, die dort 13 Jahre lang als erste Regierungspräsidentin in Niedersachsen tätig war.

Eine weitere Station ist der Beginenturm an der hannoverschen Stadtmauer. Ein Ort für selbstbestimmtes Frauenleben bereits im frühen Mittelalter.

In der Burgstraße besuchen wir den Tagesaufenthalt SZENIA, der obdachlosen Frauen einen niedrigschwelligen angstfreien Zugang zu staatlichen und kirchlichen Hilfesystemen ermöglicht.

Der nächste Halt ist in der Knochenhauerstraße beim Infoladen „Knackpunkt“. Hier sprechen wir über die Lebenssituation von lesbischen Frauen und Mädchen, insbesondere über Coming Out und die Besonderheit von „Rolemodels“ in der lesbischen Community.

Beim Geburtshaus von Mary Wigman in der Schmiedestraße erinnern wir an die international bekannte Tänzerin, die den Ausdruckstanz begründete und sich für Freiheit und Selbstverwirklichung einsetzte.

Der Endpunkt des Frauenspazierganges ist am Schillerdenkmal in der Georgstraße. Hier wird die aktuelle Lage bei Karstadt thematisiert, insbesondere die Situation der von Arbeitslosigkeit bedrohten Frauen.

Zum Abschluss wird über den internationalen Frauentag und die geplanten Veranstaltungen in diesem Rahmen informiert.
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