Donnerstag, 11. Mai 2006 – Samstag, 13. Mai 2006 In meinem Kalender speichern

Das Private neu denken - Erosionen, Ambivalenzen, Leistungen

Tagung

Privatheit - sowohl in Abgrenzung zur Öffentlichkeit als auch zur Erwerbsarbeit - gehört strukturell und normativ zu den konstitutiven Elementen moderner Gesellschaften. Beide Grenzziehungen verweisen auf den gleichen Kontext von geschlechtlicher Arbeitsteilung und asymmetrischen Geschlechterverhältnissen, ohne den sie nicht denkbar wären. Seit den 1990er Jahren gewinnt Privatheit in ihren verschiedenen Facetten eine neue Aktualität und rückt in den verschiedenen Disziplinen erneut in den Blick. Hintergrund dieser verstärkten Thematisierung von Privatheit sind Prozesse der Entgrenzung in verschiedenen Bereichen, die dazu führen, dass die klaren Schneidungen der Sphären Öffentlichkeit und Privatheit sowie Erwerbsarbeit und Familie erodieren. Damit stellt sich die Frage nach dem Verhältnis dieser Bereiche neu und in zugespitzter Form und wirft neue Fragen im Hinblick auf die Konzeptionalisierung des Privaten auf.<br> <br> Ziel der Tagung ist, die aktuellen Diskurse zur Privatheit aufeinander zu beziehen und so Prozesse der Restrukturierung und Reformulierung des Privaten aus verschiedenen disziplinären Perspektiven zu analysieren. Gefragt wird nach dem Gestaltwandel des Privaten und den strukturellen Wandlungsprozessen, die ihn bedingen; eng damit verknüpft ist die Frage nach den Leistungen des privaten Lebensbereichs, dem ?Wert des Privaten?(Rössler) sowohl im Hinblick auf seine gesellschaftliche Funktionalität als auch unter dem Aspekt der normativen Begründungen. Bielefeld stattfindet. Dort gibt es etwa die seltene Gelegenheit, Connell aus Sydney über Männerforschung referieren zu hören.<br> <br> <b>Leitung</b>:<br> <b>Mechthild Oechsle</b> (Bielefeld)<br> <b>Karin Jurczyk</b> (München)
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