Donnerstag, 15. Oktober 2009 12.30 – 13.30 Uhr In meinem Kalender speichern

„Demokratie ist eine gute Sache“ – Neue Essays chinesischer Intellektueller

Buchpräsentation & öffentliche Podiumsdiskussion

China erhitzt die Gemüter. Für die einen ist es ein Land des schwierigen Umbruchs, das den wirtschaftlichen Erfolg sucht und sich langsam der Demokratie öffnet; für die anderen ist es ein autoritärer Staat, der die Rechte von Minderheiten und Regimegegnern mit Füßen tritt. Tatsächlich wird über die notwendigen politischen und wirtschaftlichen Reformen in China zunehmend auch öffentlich und kontrovers debattiert. Die Akteure und Inhalte dieser Debatten sind außerhalb Chinas allerdings kaum bekannt. Die Heinrich-Böll-Stiftung präsentiert einen Sammelband, der einige kritische chinesische Intellektuelle mit aktuellen, anregenden Essays in deutscher Erstveröffentlichung vorstellt. Alle Texte sind in China publiziert worden und haben die politischen Debatten stark beeinflusst.

Mit Autoren des Essaybandes sowie Chinaexperten diskutieren wir über die großen gesellschaftspolitischen Herausforderungen Chinas im 21. Jahrhundert sowie die Rolle der Intellektuellen im gegenwärtig andauernden Reform- und Transformationsprozess in China.

Mit:
Qin Hui - Prof. für Geschichtswissenschaften, Qinghua Universität, Beijing
Yu Jianrong - Prof. für Sozialwissenschaften, Chinesische Akademie für Sozialwissenschaften, Beijing
Thomas Heberer - Prof. für Politikwissenschaft,  Schwerpunkt Politik Ostasiens, Universität Duisburg-Essen

Moderation:
Katrin Altmeyer - Leiterin des Chinabüros der Heinrich-Böll-Stiftung in Beijing