Dienstag, 21. Oktober 2008 19.30 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Demokratische Einstellungen

Ergebnisse und Trends von Bürgerbefragungen in Afrika

Demokratisierung in Afrika war immer von Skepsis begleitet. Sie wird bis heute oft nur als ein Produkt westlicher Demokratiekonditionalität angesehen. Viele der Skeptiker meinen, dass das westliche Modell der liberalen Demokratie für Afrika nicht geeignet sei. Dabei wird oft behauptet,  afrikanische Bürger und Bürgerinnen hätten ganz andere, eigene Vorstellungen von Demokratie, die mit dem westlich-liberalen Modell nur schwer vereinbar seien.
 
Von anderer Seite wird wiederum argumentiert, Demokratie könne in Afrika kaum funktionieren, weil die Unterstützung der Bürger und Bürgerinnen aufgrund mangelnder Informationen, unzureichender politischer Bildung und generell wegen der weit verbreiteten Armut fehle. All dies beruht auf mehr oder minder gut begründeter Spekulation – nicht auf Tatsachen.
 
Harte Fakten zur Beantwortung dieser Thesen und Fragen liefern seit einigen Jahren die politischen Meinungsumfragen des Afrobarometers. Dessen repräsentative Umfrageergebnisse aus 18 anglo- und frankophonen Ländern behandeln grundlegende Fragen nach politischer Einstellung, Erwartung und Beurteilung des politischen Systems, sowie Einschätzungen zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in den jeweiligen Ländern.

Ergebnisse dieser Meinungsumfragen des Afrobarometers sowie Einschätzungen und Analyse der politischen Trends auf dem Kontinent werden präsentiert von
Prof. Dr. Emmanuel Gyimah-Boadi, Direktor des Center for Democratic Development, Ghana.

Kommentieren wird den Vortrag Prof. Dr. Wolfgang Merkel, Direktor am Wissenschaftszentrum Berlin

Moderation:
Kirsten Maas-Albert, Leiterin Afrika Referat der Heinrich-Böll-Stiftung