- Donnerstag, 14. Mai 2009 19.30 Uhr – Dienstag, 14. April 2009, 00.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Der geduldete Klassenfeind. Als West-Korrespondent in der DDR
Er verlegte als der Erste unter den akkreditierten westdeutschen Korrespondenten 1974 seinen Wohnsitz in die DDR-Hauptstadt und zog mit seiner Familie freiwillig von München nach Ost-Berlin, wo er von nun an unter den Augen und Ohren der Stasi arbeitete und lebte. Peter Pragal war kein Sympathisant des kommunistischen Systems, auch kein Abenteurer. Er war Journalist auf Entdeckungstour. Um das Leben der Menschen im sozialistischen deutschen Staat realistisch schildern zu können, passten sich die Pragals deren Alltag an. »Pragal war bemüht, wie ein DDR-Bürger zu leben und zu denken«, notierte die Stasi. So gelang es dem Autor, hinter die Fassaden der Diktatur zu schauen. Mit der Schärfe seines Blicks für die Unzulänglichkeiten des Arbeiter- und Bauernstaates wuchs sein Verständnis für die Menschen, die sich mit diesem System arrangieren mussten.
Lesung und Gespräch mit:
Peter Pragal, Autor, freier Journalist, Berlin
Kooperation:
Fachschaft Geschichte der Universität Rostock,
Bundesbeauftragte für die StaSi-Unterlagen, Außenstelle Rostock
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin