Samstag, 31. Januar 2009 18.00 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Der griechische Jugendaufstand 2008

Jugendproteste in Griechenland: Aufstand einer `verlorenen Generation`?

Podiumsdiskussion

Die bürgerkriegsähnlichen Szenen in Athen, ausgelöst vom Tod eines 15-jährigen Schülers durch die Kugel eines Polizisten am 6. Dezember 2008, wurden über die Medien, SMS und E-Mail blitzschnell in die ganze Welt getragen und führten zu spontanen Solidaritätsdemonstrationen und Aufständen in vielen griechischen und europäischen Städten. Nicht nur die griechische Politik und Öffentlichkeit wurden von diesem in seinem Ausmaß beispiellosen Aufstand der Jugend geschockt. Eine tiefe Krise des griechischen Staats, seiner Institutionen und besonders seines Bildungssystems wurden offenbar.

In den Protestaktionen entluden sich Wut und Enttäuschung. Aber was trieb und treibt die griechischen Jugendlichen auf die Barrikaden, wie kommt es zum Lebensgefühl einer „verlorenen Generation`, die wie keine andere vor ihr in einem relativen Wohlstand aufwächst und in großem Umfang hohe Schul- und Hochschulabschlüsse erreicht? Welches Glücksbegehren kommt in diesen wütenden Protesten zum Ausdruck? Ist dieser Aufstand allein ein griechisches Phänomen oder auch ein Warnsignal für andere europäische Gesellschaften?

Begrüßung:
Olga Drossou, Heinrich-Böll-Stiftung
Kostas Kouvelis, Exantas e. V.

Musikalische Einleitung
Ensemble DuoDuo mit Angelina Kartsaki
Sofia Baltatzi

Es diskutieren:
Georgios Tsiakalos
, Aristoteles-Universität Thessaloniki
Charis Triantafyllidou, Solidaritätsinitiative Berlin
Eberhard Rondholz, Publizist, Berlin
Christiane Schlötzer, Journalistin, Süddeutsche Zeitung, München

Moderation:
Panagiotis Kouparanis
, Berlin