- Mittwoch, 18. März 2009 18.00 In meinem Kalender speichern
„Der gute Vater - eine Tochter klagt an“ – Leben mit der NS-Vergangenheit | Film
Leben mit der NS - Vergangenheit
„Der gute Vater - eine Tochter klagt an“
Dokumentarfilm von Yoash Tatari (2003) Filmvorführung und Diskussion mit der Autorin Beate Niemann
Die Verdrängung der Ereignisse und die Verleugnung der eigenen Schuld prägten die individuelle „Verarbeitung“ des zweiten Weltkrieges und der Naziherrschaft in Deutschland. Dies bekamen vor allem die Kinder dieser Generation zu spüren, oftmals schmerzhaft, wenn sie sich auf die Suche nach der Vergangenheit begaben. Wie war das im Dritten Reich? Was hat Vater, Mutter, Großvater… damals getan? Fragen, die oft genug mit Beschwichtigungen, Lügen und Blockaden beantwortet wurden. Die notwendige innerfamiliäre Auseinadersetzung wurde vielfach im Keim erstickt.
Beate Niemann, 1942 geboren als Tochter des Berliner Kriminalpolizisten und späteren Gestapo-Chefs von Belgrad, Bruno Sattler, hat sich nach dem Tod ihres Vaters auf Spurensuche begeben. Von 1947 bis zu seinem Tod war er in der DDR inhaftiert. Über die Gründe sprach man in der Familie nicht, Fragen der Tochter Beate blieben unbeantwortet. In der Familie galt er als „armer unschuldiger Vater“. Doch die Nachforschungen von Beate Niemann in verschiedenen Archiven zeigten, dass er ein Massenmörder im Dienste der Nationalsozialisten gewesen ist. Ihre Recherche wurde über ein Jahr lang von dem Filmemacher Yoash Tatari filmisch begleitet. Sie selbst hat ihre Einsichten in dem Buch „Mein guter Vater – Mein Leben mit seiner Vergangenheit. Eine Täterbiografie“ veröffentlicht.
Dokumentarfilm von Yoash Tatari (2003) Filmvorführung und Diskussion mit der Autorin Beate Niemann
Die Verdrängung der Ereignisse und die Verleugnung der eigenen Schuld prägten die individuelle „Verarbeitung“ des zweiten Weltkrieges und der Naziherrschaft in Deutschland. Dies bekamen vor allem die Kinder dieser Generation zu spüren, oftmals schmerzhaft, wenn sie sich auf die Suche nach der Vergangenheit begaben. Wie war das im Dritten Reich? Was hat Vater, Mutter, Großvater… damals getan? Fragen, die oft genug mit Beschwichtigungen, Lügen und Blockaden beantwortet wurden. Die notwendige innerfamiliäre Auseinadersetzung wurde vielfach im Keim erstickt.
Beate Niemann, 1942 geboren als Tochter des Berliner Kriminalpolizisten und späteren Gestapo-Chefs von Belgrad, Bruno Sattler, hat sich nach dem Tod ihres Vaters auf Spurensuche begeben. Von 1947 bis zu seinem Tod war er in der DDR inhaftiert. Über die Gründe sprach man in der Familie nicht, Fragen der Tochter Beate blieben unbeantwortet. In der Familie galt er als „armer unschuldiger Vater“. Doch die Nachforschungen von Beate Niemann in verschiedenen Archiven zeigten, dass er ein Massenmörder im Dienste der Nationalsozialisten gewesen ist. Ihre Recherche wurde über ein Jahr lang von dem Filmemacher Yoash Tatari filmisch begleitet. Sie selbst hat ihre Einsichten in dem Buch „Mein guter Vater – Mein Leben mit seiner Vergangenheit. Eine Täterbiografie“ veröffentlicht.
- Veranstalter*in
- Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen