Mittwoch, 21. Januar 2009 19.30 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Der Konflikt im Nahen Osten

Politische Perspektiven nach dem Krieg

Nach dem Ende der Waffenruhe am 19. Dezember und dem fortgesetzten Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen hat Israel am 27. Dezember seine Militäroperation „Gegossenes Blei` gestartet: Seit Ende Dezember fliegt die israelische Armee Luftangriffe auf den Gazastreifen. Seit dem 3. Januar sind auch Bodentruppen in das palästinensische Autonomiegebiet eingerückt. Der israelisch-palästinensische und der innerpalästinensische Konflikt sind eskaliert, die Fronten zwischen Israel und Palästinensern erhärtet. Der Machtkampf zwischen Hamas und Fatah spitzt sich zu.
Der Krieg hat die bereits bestehende humanitäre Notsituation in Gaza weiter verschärft, so dass die Vereinten Nationen auf eine sofortige Waffenruhe drängen. Die internationale Gemeinschaft versucht, zwischen Israel, der Palästinensischen Autonomiebehörde, Ägypten und auch der Hamas zu vermitteln, um eine diplomatische Lösung herbei zu führen.

Wie realistisch ist die Option einer Zweistaatenlösung – Israel und Palästina? Welche konfliktentschärfende Rolle kann die EU spielen? Welche Initiativen wird die neue US-Administration ergreifen? Welche Funktion könnten ausländische Truppen bei der Absicherung eines Waffenstillstandes übernehmen? Wie werden die politischen Folgen des Krieges in Israel und in den arabischen Nachbarstaaten bewertet?


Mit:
Prof. Dan Jacobson, Fachbereich für Arbeitswissenschaften an der Universität Tel Aviv, Mitglied des Vorstandes der Partei Meretz und von Peace Now, Tel Aviv
Muriel Asseburg, Leiterin der Forschungsgruppe Naher/ Mittlere Osten und Afrika, Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Berlin
Raji Sourani, Leiter des Palestinian Centre for Human Rights in Gaza, Palästinensisches Autonomiegebiet

Moderation:
Joachim Paul, Büroleiter Heinrich-Böll-Stiftung, Ramallah
Dossier: Krise in Gaza. Immer tiefer in die Sackgasse?