Diskussionsabend
- Montag, 27. Juli 2026 19.00 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Der lange Schatten der Gewalt
Gewaltsames Verschwindenlassen in Brasilien
Brasilien erlebte mit der Militärdiktatur (1964–1985) eine der längsten autoritären Phasen Lateinamerikas. Das gewaltsame Verschwindenlassen war in dieser Zeit ein zentrales Instrument staatlicher Repression gegen politische Gegner:innen. Trotz späterer Aufarbeitung bleiben viele Fälle ungeklärt und zahlreiche Schicksale undokumentiert. Auch nach dem Ende der Diktatur ist das Verschwindenlassen in Brasilien Teil einer andauernden Realität. Täglich werden landesweit über 200 Fälle registriert, besonders stark betroffen ist die Region Rio de Janeiro. Häufig stehen Verflechtungen zwischen organisiertem Verbrechen und staatlichen Strukturen hinter den Taten. Besonders häufig betroffen sind junge afro-brasilianische Männer. Doch was bedeutet es, wenn Menschen einfach verschwinden und Familien oft jahrelang keine Gewissheit über das Schicksal ihrer Angehörigen haben? Wer sind die dahinter stehenden Gewaltakteure?
Gemeinsam mit unseren Gästen wollen wir die Gewaltverhältnisse beleuchten, sie in die brasilianische politische Gegenwart einordnen und auch die Realität der Hinterbliebenen betrachten: ihre Kämpfe, ihre Strategien und den Umgang mit Verlust.
Auf dem Podium wird José Cláudio Souza Alves, Professur für Soziologie an der UFFRJ (Seropédica/Rio de Janeiro) sprechen. Er beschäftigt sich bereits seit den 1990er Jahren mit Gewaltverhältnissen in der Metropolregion Rio de Janeiro und ist Teil eines zivilgesellschaftlichen Netzwerks, das politische Forderungen formuliert und Unterstützung für Hinterbliebene organisiert.
Ein*e weitere*r Referent*in ist angefragt.
Die Veranstaltung wird in deutscher Lautsprache stattfinden.
Datum
27. Juli 2026, 19:00 - 21:30 Uhr
Veranstaltungsort:
Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Olivaer Platz 16, 10707 Berlin, 4. OG.
Die Räumlichkeiten des Bildungswerks sind leider nur bedingt für Rollstuhlfahrer*innen nutzbar: Es gibt einen Aufzug (mit den Maßen 125 cm x 70 cm). Allerdings besteht eine Kante von knapp 5 cm, um in die Räumlichkeiten zu gelangen. Es gibt leider keine barrierefreien Toiletten. Wir entschuldigen uns für diese Umstände.
Die Veranstaltung wird von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung gefördert.
Gemeinsam mit unseren Gästen wollen wir die Gewaltverhältnisse beleuchten, sie in die brasilianische politische Gegenwart einordnen und auch die Realität der Hinterbliebenen betrachten: ihre Kämpfe, ihre Strategien und den Umgang mit Verlust.
Auf dem Podium wird José Cláudio Souza Alves, Professur für Soziologie an der UFFRJ (Seropédica/Rio de Janeiro) sprechen. Er beschäftigt sich bereits seit den 1990er Jahren mit Gewaltverhältnissen in der Metropolregion Rio de Janeiro und ist Teil eines zivilgesellschaftlichen Netzwerks, das politische Forderungen formuliert und Unterstützung für Hinterbliebene organisiert.
Ein*e weitere*r Referent*in ist angefragt.
Die Veranstaltung wird in deutscher Lautsprache stattfinden.
Datum
27. Juli 2026, 19:00 - 21:30 Uhr
Veranstaltungsort:
Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Olivaer Platz 16, 10707 Berlin, 4. OG.
Die Räumlichkeiten des Bildungswerks sind leider nur bedingt für Rollstuhlfahrer*innen nutzbar: Es gibt einen Aufzug (mit den Maßen 125 cm x 70 cm). Allerdings besteht eine Kante von knapp 5 cm, um in die Räumlichkeiten zu gelangen. Es gibt leider keine barrierefreien Toiletten. Wir entschuldigen uns für diese Umstände.
Die Veranstaltung wird von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung gefördert.
- Adresse
-
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
- Veranstalter*in
- Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)
- Sprache
- Deutsch