Mittwoch, 20. April 2005 20.00 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Der lange Weg der Türkei in die EU

Der lange Weg der Türkei in die EU am 20.04.2005 Seit über 40 Jahren möchte die Türkei EU- Mitglied werden. Auf dem Brüssler EU- Gipfel im Dezember 2004 haben die Staats- und Regierungschefs der Mitgliederstaaten entschieden, ab dem 3. Oktober 2005 mit dem Land am Brosporus über einen Beitritt zu verhandeln, doch in den EU-Ländern wird über einen möglichen Beitritt kontrovers diskutiert. Die Gründe für ein Ja oder Nein zum EU- Beitritt sind vielfältig. Mit der Integration der Türkei in die EU werde ein wichtiger Beitrag zur politischen Stabilität in Europa und zu einem umfassenden Modernisierungsprozess in der Türkei geleistet, sagen die Befürworter einer Aufnahme. Der Beitritt der Türkei mit über 70 Millionen Einwohnern und einer Wirtschaftskraft, die deutlich unter dem EU- Durchschnitt liege, überfordert die EU, meinen die Skeptiker. Die Beitrittswürdigkeit der Türkei begründet sich mit verschiedenen Argumenten: dem strategischen Motiv wird ein hohes Gewicht beigemessen – als Brücke in den Nahen und Mittleren Osten. Damit werde eine in Europa integrierte islamisch-demokratische Türkei als Vorbild und Modell für die muslimische Welt dienen, so den Zusammenprall der Kulturen dämpfen und die in der EU lebende islamische Bevölkerung mit den Mehrheitsgesellschaften versöhnen. Das jüngst harte Vorgehen der türkischen Polizei gegen Demonstranten anlässlich des Weltfrauen-tages in Istanbul hat eine neue Debatte über die Beitrittsreife der Türkei entfacht. In unserer Veranstaltung soll unter die Lupe genommen und diskutiert werden, wie ist das heutige europäische Ja zu den Beitrittsverhandlungen mit der Türkei zu bewerten ist. Christian Däubler Leiter Büro Berlin-Brandenburg Die Friedrich-Naumann-Stiftung, die Liberale Türkisch-Deutsche Vereinigung und das Lichtburgforum laden Sie, Ihre Freunde und Bekannten ein zur Veranstaltung VA-Ort: Lichtburgforum Behmstr. 13 13357 Berlin Podiumsdiskussion