Diskussionsreihe Montag, 30. Januar 2017 in
Berlin

Der lange Weg zur Gleichheit - Lebensrealitäten lesbischer Frauen in Polen

Datum, Uhrzeit
Montag, 30. Januar 2017, 20.00 Uhr
Adresse
Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Teilnahmegebühren
Ticket Created with Sketch.
kostenfrei
Veranstalter/in
Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung


Beata Kozak berichtet über die Situation von Frauen und Lesben in Polen, über die Aktivitäten und Wahrnehmung, über die Schwierigkeiten und Erfolge der polnischen LGBT-Bewegung und darüber wie sich Feministinnen organisieren, deren Wirken besonders in letzten Monaten in Polen stärker sichtbar geworden ist.

Beata Kozak – Publizistin, arbeitet seit 17 Jahren als Chefredakteurin der einzigen feministischen Zeitschrift Polens, „Zadra” (Splitter) und ist Vorstandsfrau einer der ersten feministischen Organisationen in Polen, der Frauenstiftung eFKa mit Sitz in Krakau.

Veranstaltungsort:

EWA e.V.- Frauenzentrum, Prenzlauer Allee 6, 10405 Berlin

Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Veranstaltungsort ist auschließlich für Frauen zugänglich.

Die Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.


Zur Reihe: Der lange Weg zur Gleichheit - Lebensrealitäten lesbischer Frauen weltweit

In diesem Frühjahr beschäftigen uns jeden letzten Montag im Monat die Fragestellungen: Sind lesbische Frauen im Selbstverständnis unserer Gesellschaften angekommen? Auch wenn Lesben und Schwule in einigen europäischen Ländern heiraten und Kinder adoptieren dürfen, haben sie die gleichen Rechte? Vielerorts müssen sie weiterhin für Sichtbarkeit und gleiche Rechte kämpfen. Und das zeigt nicht überall Erfolg.

Oft sind Lesben Diskriminierungen und Gewalt in zweifacher Weise ausgesetzt: zum einen, weil sie Frauen sind, und darüber hinaus, weil sie nicht der heterosexuellen Norm genügen. Häufig ist die Ursache von Gewalt gegen Lesben, und Frauen generell, in den festverankerten Geschlechterrollen zu verorten. In den meisten Fällen wird der männlich-heterosexuellen Identität die dominierende gesellschaftliche Rolle zugeschrieben. Der Wert der Menschen einer Gesellschaft wird an dieser Rollenkonstruktion gemessen.

Mit den Referentinnen wollen wir über Akzeptanz von Lesben und die Situation der Frauen und feministischen Bewegungen in den verschiedenen Ländern sprechen. Dabei wollen wir Einblicke in die Lebenswelten lesbischer Frauen in Polen, Russland, der Türkei und Brasilien gewinnen. Wie sind die Frauen vernetzt, welche Ideen treiben sie an, wie finden sie sich zusammen, was können sie bewegen und den repressiven Strömungen entgegensetzen.
Auch das Thema Homosexualität als Asyl- und Fluchtgrund wird ein Teil der Reihe sein.

Ausblick auf Termine und Referentinnen:

27.02.2017, 20.00 Uhr: Lesbisches Leben in Russland mit Regina Elsner
27.03.2017, 20.00 Uhr: Lesbisches Leben in Brasilien mit Marly Borges
24.04.2017, 20.00 Uhr: Lesbisches Leben in der Türkei mit Tülin Duman
29.05.2017, 20.00 Uhr: Homosexualität als Asylgrund mit Rafia Harzer