- Mittwoch, 05. März 2008 11.00 – 18.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Der Ton macht die Musik. Die Bedeutung politischer Kommunikation im Kontext rechtsextremer Einstellungen
Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung
Politik wird in hohem Maße mit dem Mittel der Sprache ausgetragen. Was
Politiker/innen öffentlich sagen und wie Medien dies in die öffentliche
Debatte tragen, hat immer Auswirkungen auf die politische Kultur eines
Gemeinwesens und beeinflusst langfristig betrachtet auch die
Entwicklung politischer Einstellungen. Politik und Medien, aber auch
andere Multiplikator/innen, stehen somit immer wieder vor der
Herausforderung, eine Sprache zu finden, die in der Bevölkerung
vorhandene Ressentiments nicht weiter schürt. Die dem hessischen
Landtags- wahlkampf entsprungene Debatte um jugendliche `kriminelle
Ausländer` ist ein aktuelles Beispiel für die Schwierigkeit und
Ambivalenz öffentlicher Debatten zu sensiblen gesell- schaftlichen
Themen. Dass in der deutschen Bevölkerung ernstzunehmende rechtsextreme
Einstellungen vorhanden sind, zeigen die Langzeituntersuchung `Deutsche
Zustände` unter der Leitung von Prof. Wilhelm Heitmeyer oder die Studie
der Friedrich-Ebert-Stiftung `Vom Rand zur Mitte`. Doch wie gelingen
öffentliche Debatten beispielsweise zu den Themen Zuwanderung,
Demografie oder rechtsextreme Vorfälle jenseits aufgeregter
Tabuisierungen einerseits und ohne ungewollte Unterstützung
rechtsextremer Ungleichwertigkeitsvorstellungen andererseits? Wir laden
Sie herzlich ein, sich an dieser Diskussion zu beteiligen.
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