Buchvorstellung und Diskussion

Freitag, 27. März 2026 18.00 – 19.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Buchvorstellung und Diskussion

Der vergessene Widerstand. Jüdinnen und Juden im Kampf gegen den Holocaust

Vortrag und Gespräch mit Prof. Stefan Lehnstaedt

Wie Stefan Lehnstaedt im Vorwort seines Buches anmerkt, sei es, „der Mythos angeblicher jüdischer Passivität, der bis in biblische Zeiten zurückreicht. Derlei Sichtweisen dominieren nach wie vor die Wahrnehmung des jüdischen Verhaltens im Angesicht der Vernichtung. Insbesondere der Widerstand von Jüdinnen und Juden gegen den Holocaust ist wenig bekannt“.

In seinem Vortrag gibt Lehnstaedt vor allem einen Überblick über die verschiedenen Formen des jüdischen Widerstands im Deutschen Reich und in den besetzten Gebieten. Er wird von Menschen berichten, die sich aktiv gegen die Vernichtungspolitik des Deutschen Reichs eingesetzt haben. 

Im Fokus stehen dabei unter anderem die jüdischen Organisationen in besetztem Polen, jüdische Partisanen und Partisaninnen in der kämpfenden Sowjetunion sowie Widerstandshandlungen in Ghettos und Handlungsräume gegen Deportationen in Vernichtungslager.

Neben diesem wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit der Mittäterschaft bei der Bekämpfung des Widerstands, ermöglicht das Gespräch mit Stephan Lehnstaedt auch den Blick auf die Aktualität: Wie reagierte die deutsche Mehrheitsgesellschaft damals auf die Verfolgung und was das mit uns heute zu tun hat? Was lässt sich lernen aus dem historischen Widerstand, wenn nationalistische, völkische und minderheitenbedrohende Ideologien wieder auf dem Vormarsch sind? 

Ort: Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale)

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. 

Die Räumlichkeiten sind barrierearm zugänglich. 

Eine gemeinsame Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt e.V. mit der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale).

 

Antidiskriminierungsregel: Den Veranstaltenden ist ein respektvolles und diskriminierungsfreies Miteinander sehr wichtig. Störungen oder Beleidigungen führen zum Ausschluss aus der Veranstaltung. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Veranstalter*in
Landesstiftung Sachsen-Anhalt
Sprache
Deutsch