Derek und Derek. Urheber/in: @jossbarrattphoto. All rights reserved.

Filmvorführung

Dienstag, 19. Januar 2027 18.00 – 20.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Filmvorführung

Derek vs. Derek: What happens when your neighbour goes completely wild?

mit Till Ermisch, Krista Dziewiaty und Michael Dihlmann

James Dawson beleuchtet in seinem neuesten Dokumentarfilm „Derek vs Derek“ – angesiedelt in der hügeligen Landschaft von Devon, England – die Geschichte zweier benachbarter Landwirte. Sie teilen sich zwar den Vornamen, verfolgen jedoch grundlegend unterschiedliche Ansätze bei der Bewirtschaftung ihres Landes.

Derek Banbury führt in dritter Generation einen Milchviehbetrieb. Er setzt auf intensive Landwirtschaft und ist fest entschlossen, Lebensmittel industriell zu produzieren, „um die Nation zu ernähren“. Sein Nachbar Derek Gow hingegen hat beschlossen, seinen gesamten Hof in eine Oase für die Natur zu verwandeln.

„Ich weiß nicht, was er da treibt. Das hat mit Landwirtschaft nichts zu tun – das ist einfach nur ein einziges Chaos“, sagt Derek Banbury, während er entsetzt über seine Hecke blickt. Die oft amüsante, aber auch turbulente Beziehung der beiden Dereks wird auf eine harte Probe gestellt: Die Nerven liegen blank, Wildtiere büxen aus, und das Land verändert sich grundlegend.

„Das ist mein Land, und ich werde es heilen“, sagt Derek Gow. Der ehemalige Schafbauer hat sich von der konventionellen Landwirtschaft abgewandt und widmet sich nun einem groß angelegten Naturschutzprojekt: Er lässt Dutzende Teiche anlegen, setzt Wildschweine ein, um seine Felder aufzuwühlen, und züchtet bedrohte heimische Tierarten, die er anschließend wieder auswildert. „Wir werden diesen Hof komplett in einen Zufluchtsort für Wildtiere verwandeln“, erklärt er.

Und ausgerechnet aus dem Lager der Landwirte erhält Gow unerwartete Unterstützung: Linda, die Ehefrau von Derek Banbury, hegt eine große Leidenschaft für die Tierwelt. Sie vermietet ihre Ferienhäuser an internationale Gäste, die zu Derek Gows Konferenzen über Naturschutz und Wölfe anreisen – eine willkommene zusätzliche Einnahmequelle. „Dass Derek Gow hier in der Gegend ist, hat unseren Horizont erweitert“, sagt sie.

Der Film „Derek vs. Derek“ entstand über einen Zeitraum von vier Jahren und begleitet die Geschehnisse durch die verschiedenen Jahreszeiten. Während sich die Natur auf Derek Gows Hof allmählich erholt, kämpft sein Nachbar Derek Banbury – der weiterhin konventionelle Landwirtschaft betreibt – mit den Folgen des Klimawandels und dem nassesten Winter, der je verzeichnet wurde. Wie die überwiegende Mehrheit der britischen Betriebe handelt es sich um kleine Familienunternehmen, die heute anfälliger denn je sind – sei es durch ein sich wandelndes Subventionssystem oder durch sinkende Erlöse für ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse.

Hinter der komödiantischen Fassade befasst sich „Derek vs Derek“ mit einer der dringlichsten Fragen unserer Zeit: Wie können wir die verlorene Artenvielfalt wiederherstellen – bevor es zu einem ökologischen Zusammenbruch kommt –, während wir gleichzeitig die benötigten Lebensmittel produzieren?

Der Film ist zugleich urkomisch und berührend. Er wirft ein Schlaglicht auf die entscheidende Debatte um die Zukunft ländlicher Räume und regt dazu an, darüber nachzudenken, wie Landwirtschaft und die Wiederherstellung der Natur Hand in Hand gehen können.

Im Anschluss an den Film sprechen wir mit folgenden Gästen zur Situation in der Prignitz:

Till Ermisch, Regionalentwicklung und Klimaschutz, Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg
Dr. Krista Dziewiaty, Kooperative "Lenzener Elbtalaue und Rambower Moor"
Michael Dihlmann, Gut Busch, Biolandbetrieb in der Altmark

Moderation: Jana Mittag

 

Veranstaltungsort:
Moviestar Perleberg
Wollweberstraße 10
19348 Perleberg

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung zur Veranstaltung wird aufgrund der begrenzten Platzzahl empfohlen und ist über den Button rechts oben möglich.

Hier geht es zum Trailer.

Adresse
Moviestar Perleberg
Wollweberstraße 10
19348 Perleberg
Veranstalter*in
Landesstiftung Brandenburg
Sprache
Deutsch
Teilnahmegebühren
frei