- Dienstag, 13. Oktober 2009 20.00 In meinem Kalender speichern
Deutschland dritter Klasse. Leben in der Unterschicht
Drei Journalisten schauen hin, wo andere wegsehen. Viel ist geredet worden über das »abgehängte Prekariat«, die »neue Armut« oder die Unterschicht. Wer dabei selten zu Wort kam, waren die Betroffenen selbst, aber auch die Helfer in der Schule, in den Ämtern, in den Familien.
In den vergangenen Jahren hat sich eine Gruppe der „Ausgeschlossenen“ gebildet – Menschen, die nicht mehr am Leben in diesem Land teilnehmen und kaum Hoffnung haben, dass dies eines Tages wieder gelingen wird. Die Journalisten Julia Friedrichs, Eva Müller und Boris Baumholt haben sie aufgesucht – Familie Hensel und die Schüler der Förderschule in Wattenscheid; Heidemarie Danzer, die Menübotin in Berlin, die arm ist, obwohl sie arbeitet; die Mitarbeiter und „Kunden“ des reformierten Arbeitsamtes Hagen und die Insassen im Jugendarrest in Wetter an der Ruhr. Ihre Geschichten werden durch neueste Zahlen und Fakten ergänzt, die sie in einen gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang stellen.
Im Rahmen der Veranstaltung wird die Studie „Das kann mir keiner erzählen, dass man davon leben kann …Eine handlungsbezogene Untersuchung zu Armut und Hartz IV im Raum Osnabrück“, herausgegeben von der Arbeitslosenselbsthilfe, vorgestellt.
Eva Müller, geboren 1979, arbeitet als freie Journalistin, vor allem für Monitor sowie die WDR-Redaktionen „Die Story“ und „Aktuelle Dokumentation“. Für eine Sozialreportage (s.o.) erhielt sie 2007 den Axel-Springer-Preis sowie den Ludwig-Erhard-Förderpreis. Für den Film „Die Hartz-IV-Schule“ wurde sie 2008 mit dem Förderpreis des Deutschen Fernsehpreises ausgezeichnet.
Boris Baumholt, geboren 1975, arbeitete als freier Journalist für den WDR und verschiedene Redaktionen der ARD, unter anderem die Tagesschau, das ARD Morgenmagazin und die Redaktion „Aktuelle Dokumentation“. 2006 erhielt er den Medienpreis des deutschen Zeitarbeitverbandes für den Film „Die Billigarbeiter“. Seit 2007 ist er fester Redakteur beim WDR.
Eva Müller, geboren 1979, arbeitet als freie Journalistin, vor allem für Monitor sowie die WDR-Redaktionen „Die Story“ und „Aktuelle Dokumentation“. Für eine Sozialreportage (s.o.) erhielt sie 2007 den Axel-Springer-Preis sowie den Ludwig-Erhard-Förderpreis. Für den Film „Die Hartz-IV-Schule“ wurde sie 2008 mit dem Förderpreis des Deutschen Fernsehpreises ausgezeichnet.
Boris Baumholt, geboren 1975, arbeitete als freier Journalist für den WDR und verschiedene Redaktionen der ARD, unter anderem die Tagesschau, das ARD Morgenmagazin und die Redaktion „Aktuelle Dokumentation“. 2006 erhielt er den Medienpreis des deutschen Zeitarbeitverbandes für den Film „Die Billigarbeiter“. Seit 2007 ist er fester Redakteur beim WDR.
- Veranstalter*in
- Externe Veranstaltung