Mittwoch, 21. Oktober 2009 19.30 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Die Außenpolitik der Türkei im Nahen Osten - Zwischen Euphorie und Katerstimmung

Die transatlantische und europäische Diskussion über die entscheidende Rolle der Türkei im Nahen und Mittleren Osten stützt sich auf zwei Grundargumente: Die muslimisch geprägte Türkei könne aufgrund der geographischen Lage und Mitgliedschaft im westlichen Bündnis (NATO) eine Brückenfunktion zwischen Orient und Okzident einnehmen. Zudem sei die Türkei - insbesondere mit der Regierungspartei AKP als eine Art islamische CDU – ein Vorzeigemodell für den Nahen Osten.
 
Doch während sich US-Präsident Barack Obama für einen zügigen Beitritt der Türkei zur Europäischen Union stark macht, zeigen sich die Europäer in Sachen EU-Mitgliedschaft bis heute unentschlossen.
 
In den Debatten um Eigen- und Fremdinteressen der türkischen Außenpolitik und dem zwiespältigen Verhältnis der EU-Mitgliedsstaaten zur Türkei wollen wir folgende Fragen diskutieren:
  • Welche Grundprinzipien prägen die türkische Außenpolitik?
  • Inwiefern kann von einer qualitativ neuen türkischen Außenpolitik in der Region gesprochen werden?
  • Welche Voraussetzungen sind an die Rolle der Türkei als Vermittler im Nahost-Konflikt und im Iran geknüpft?
Mit:
Claudia Roth (Bundesvorsitzende, Bündnis 90/ Die Grünen, Berlin)
Oral Çalislar (Journalist, Radikal, Istanbul)
Brian Katulis (Senior Fellow, Center for American Progress, Washington DC)

Moderation:
Ulli Dufner (Büroleiterin, Heinrich-Böll-Stiftung Istanbul)