- Montag, 19. Oktober 2009 10.00 – 18.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Die Bedeutung ethnischer Zugehörigkeit und kultureller Differenzen für die Soziale Arbeit
veranstaltet von `Friedrich Ebert Stiftung`
Begriffe, mit denen wir Menschen und Menschengruppen bezeichnen, prägen
unsere Wahrnehmungen und enthalten in der Regel Wertungen und
Einschätzungen. Sie geben auch Auskunft über das Selbstverständnis und
die Selbst- und Fremdbilder von Gesellschaftsmitgliedern.
Die deutsche Gesellschaft hat unterschiedliche Begriffe zur Kennzeichnung der Zuwanderer und ihrer Kinder, die seit den 50iger Jahren nach Deutschland gekommen sind, verwendet. `Gastarbeiter`, `ausländische Arbeitnehmer`, `Türken`, `Spanier`, `Asylanten`, `Einwanderer` und neuerdings `Menschen mit Migrationshintergrund` und `islamische Jugendliche` sind häufig benutzte Kategorisierungen. Mit ihnen sind Vorstellungen verknüpft, die ethnische und kulturelle Differenzen als maßgeblich für die gesellschaftliche Positionierung des/der Einzelnen in der Gesellschaft betonen.
Es stellt sich jedoch die Frage, ob diese Begrifflichkeiten, in denen unterschiedliche theoretische Ansätze aber auch weit verbreitete Alltagstheorien zum Ausdruck kommen, der vielfältigen und komplexen Realität der Menschen in der Einwanderungsgesellschaft gerecht werden. Auch die Soziale Arbeit muss darüber nachdenken, welche Rolle ethnische, religiöse und kulturelle Unterschiede tatsächlich spielen, und in welchem Verhältnis sie zu den konkreten Lebenslagen und den spezifischen Milieus ihrer Klienten stehen. Auf der Organisationsebene ist zu klären, wie weltlich und religiös orientierte Migrantenorganisationen, adäquat bei der Konzeption und der Erbringung sozialer Leistungen berücksichtigt werden können.
Diese Fragen wollen die Arbeiterwohlfahrt und die Friedrich-Ebert-Stiftung auf einer gemeinsamen Konferenz erörtern, zu der wir Sie herzlich einladen. Wir würden uns freuen, Sie auf der Konferenz begrüßen zu können.
Friedrich Ebert Stiftung
Die deutsche Gesellschaft hat unterschiedliche Begriffe zur Kennzeichnung der Zuwanderer und ihrer Kinder, die seit den 50iger Jahren nach Deutschland gekommen sind, verwendet. `Gastarbeiter`, `ausländische Arbeitnehmer`, `Türken`, `Spanier`, `Asylanten`, `Einwanderer` und neuerdings `Menschen mit Migrationshintergrund` und `islamische Jugendliche` sind häufig benutzte Kategorisierungen. Mit ihnen sind Vorstellungen verknüpft, die ethnische und kulturelle Differenzen als maßgeblich für die gesellschaftliche Positionierung des/der Einzelnen in der Gesellschaft betonen.
Es stellt sich jedoch die Frage, ob diese Begrifflichkeiten, in denen unterschiedliche theoretische Ansätze aber auch weit verbreitete Alltagstheorien zum Ausdruck kommen, der vielfältigen und komplexen Realität der Menschen in der Einwanderungsgesellschaft gerecht werden. Auch die Soziale Arbeit muss darüber nachdenken, welche Rolle ethnische, religiöse und kulturelle Unterschiede tatsächlich spielen, und in welchem Verhältnis sie zu den konkreten Lebenslagen und den spezifischen Milieus ihrer Klienten stehen. Auf der Organisationsebene ist zu klären, wie weltlich und religiös orientierte Migrantenorganisationen, adäquat bei der Konzeption und der Erbringung sozialer Leistungen berücksichtigt werden können.
Diese Fragen wollen die Arbeiterwohlfahrt und die Friedrich-Ebert-Stiftung auf einer gemeinsamen Konferenz erörtern, zu der wir Sie herzlich einladen. Wir würden uns freuen, Sie auf der Konferenz begrüßen zu können.