- Mittwoch, 16. November 2011 10.00 – 16.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Die globale Auswirkungen der AgroGentechnik
5. Sächsischer Bauern- und Imkertag
Seit 1996 werden gentechnisch veränderte Pflanzen (GVP) zunächst als Freisetzungsversuche, seit 2004 auch im kommerziellen Anbau auf den Feldern ausgebracht. Bezüglich der Folgen der GVP sind wenige Fragen geklärt. So z.B. die Fragen der Auswirkungen auf die Widerkäuer, wenn sie Bt-Mais fressen, die Auswirkungen auf den Boden oder Nichtzielorganismen etc.
Seit 10 Jahren ist die Meinung der Verbraucher in Umfragen stabil: die Mehrheit der europäischen BürgerInnen will keine Gentechnik in ihrem Essen. Dies wird sowohl seitens der EU als auch der deutschen Politik nicht wahrgenommen.
Der Einsatz von GVP in Europa ist ein politisches Kräftemessen am und auf dem Acker geworden. Zur Zeit gilt in Deutschland das im April 2009 verhängte Anbauverbot für die gentechnisch veränderte Maissorte MON 810.
Der Anbau von GVP in Europa ist stagnierend bzw. eher rückläufig. Von daher ist es nötig jetzt das Augenmerk auf die Produktion von GVP in den Ländern des Südens zu richten.
International arbeitende Konzerne wie z.B. Monsanto, Syngenta, Pioneer und Bayer haben erfolgreiche Lobbyarbeit für die Einführung von GVP vor allem auf dem südamerikanischen Kontinent geleistet. In drei Staaten – Argentinien, Brasilien, Paraguay – ist der Anbau teilweise schon sehr fortgeschritten. In Uruguay, Boliven und Mexiko startet er gerade. Für den Anbau der GVP sind vor allem agrarindustrielle Strukturen geeignet. In allen Ländern sind sowohl große weitgehend naturbelassene wertvolle Regionen mit einer hohen Biodiversität (wie die argentinische Pampa, der brasilianische Regenwald) als auch die kleinbäuerliche Landwirtschaft in diesen Regionen bedroht.
Die gv-Sojabahnen werden zum großen Teil nach Europa als Tierfutter verkauft.
Seit Jahren bedroht der Einsatz der gentechnisch veränderten Pflanzen das nachhaltige Wirtschaften der Landwirte und Bauern sowohl in Deutschland als auch weltweit. Der Einsatz der Gentechnik gefährdet die Ernährungssouveränität der Länder des Südens.
Um Wege ohne GVP in der Landwirtschaft aufzuzeigen, kommt Europa und auch Deutschland eine wichtige Vorreiter-Rolle in der Weltgemeinschaft zu. Sie können dabei Zeichen setzen, an denen sich andere Länder orientieren.
Fazit
· Wir brauchen effektive Veränderungen in der Landwirtschaft damit die konventionelle Landwirtschaft weniger statt mehr Soja einführt. Dafür braucht es weitere Aufklärung über die Folgen des gv-Anbaus in den südamerikanischen Ländern, die Bewusstsein und Emphatie für die Landwirte dort schafft. Gleichzeitig braucht es sichere und kostenneutrale Alternativen zu der Sojaschrotfütterung.
· Die Anwendung der Agrogentechnik steht in Zusammenhang mit den Entwicklungen der europäischen und weltweiten Agrarpolitik.
Mit der Tagung wollen die Veranstaltenden:
- Fachinformationen weiterreichen,
- Austausch untereinander ermöglichen,
- eine kritische Diskussion fördern,
- Bewusstsein für die globalen Prozesse schaffen
- zu Anregungen, Selbstbewusstsein und Empowerment für einen aktiven und öffentlichen Einsatz für die Gentechnikfreiheit beitragen
Seit 10 Jahren ist die Meinung der Verbraucher in Umfragen stabil: die Mehrheit der europäischen BürgerInnen will keine Gentechnik in ihrem Essen. Dies wird sowohl seitens der EU als auch der deutschen Politik nicht wahrgenommen.
Der Einsatz von GVP in Europa ist ein politisches Kräftemessen am und auf dem Acker geworden. Zur Zeit gilt in Deutschland das im April 2009 verhängte Anbauverbot für die gentechnisch veränderte Maissorte MON 810.
Der Anbau von GVP in Europa ist stagnierend bzw. eher rückläufig. Von daher ist es nötig jetzt das Augenmerk auf die Produktion von GVP in den Ländern des Südens zu richten.
International arbeitende Konzerne wie z.B. Monsanto, Syngenta, Pioneer und Bayer haben erfolgreiche Lobbyarbeit für die Einführung von GVP vor allem auf dem südamerikanischen Kontinent geleistet. In drei Staaten – Argentinien, Brasilien, Paraguay – ist der Anbau teilweise schon sehr fortgeschritten. In Uruguay, Boliven und Mexiko startet er gerade. Für den Anbau der GVP sind vor allem agrarindustrielle Strukturen geeignet. In allen Ländern sind sowohl große weitgehend naturbelassene wertvolle Regionen mit einer hohen Biodiversität (wie die argentinische Pampa, der brasilianische Regenwald) als auch die kleinbäuerliche Landwirtschaft in diesen Regionen bedroht.
Die gv-Sojabahnen werden zum großen Teil nach Europa als Tierfutter verkauft.
Seit Jahren bedroht der Einsatz der gentechnisch veränderten Pflanzen das nachhaltige Wirtschaften der Landwirte und Bauern sowohl in Deutschland als auch weltweit. Der Einsatz der Gentechnik gefährdet die Ernährungssouveränität der Länder des Südens.
Um Wege ohne GVP in der Landwirtschaft aufzuzeigen, kommt Europa und auch Deutschland eine wichtige Vorreiter-Rolle in der Weltgemeinschaft zu. Sie können dabei Zeichen setzen, an denen sich andere Länder orientieren.
Fazit
· Wir brauchen effektive Veränderungen in der Landwirtschaft damit die konventionelle Landwirtschaft weniger statt mehr Soja einführt. Dafür braucht es weitere Aufklärung über die Folgen des gv-Anbaus in den südamerikanischen Ländern, die Bewusstsein und Emphatie für die Landwirte dort schafft. Gleichzeitig braucht es sichere und kostenneutrale Alternativen zu der Sojaschrotfütterung.
· Die Anwendung der Agrogentechnik steht in Zusammenhang mit den Entwicklungen der europäischen und weltweiten Agrarpolitik.
Mit der Tagung wollen die Veranstaltenden:
- Fachinformationen weiterreichen,
- Austausch untereinander ermöglichen,
- eine kritische Diskussion fördern,
- Bewusstsein für die globalen Prozesse schaffen
- zu Anregungen, Selbstbewusstsein und Empowerment für einen aktiven und öffentlichen Einsatz für die Gentechnikfreiheit beitragen