- Freitag, 16. März 2012 18.30 – 20.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Die Kraft Europas
veranstaltet von `Konrad Adenauer Stiftung`
Die Kohäsions- und Strukturpolitik ist neben der Hilfe für die
Landwirtschaft die wichtigste Förderpolitik der EU für die Regionen
Europas und die fast 500 Millionen Menschen, die in ihnen leben.
Bewährte Methoden müssen erhalten und gestärkt, ineffiziente und wenig
nachhaltige konsequent eingestellt werden. Vorrangiges Ziel der
Kohäsionspolitik muss auch weiterhin die Stärkung der
Wettbewerbsfähigkeit der schwächsten Regionen bleiben. Die Beibehaltung
der Förderfähigkeit sämtlicher Regionen - mit abgestufter Kofinanzierung
- ist ebenfalls zu begrüßen, denn auch besser gestellte Regionen dürfen
nicht stagnieren sondern müssen sich weiterentwickeln. In einigen
Punkten ist die Kommission mit ihren Vorschlägen jedoch eindeutig über
das Ziel hinausgeschossen. So ist die geplante thematische Konzentration
von 80% der Mittel in wohlhabenderen Regionen für Energieeffizienz,
erneuerbare Energien, Forschung, Innovation und KMU sowie für den
Sozialfonds zu unflexibel. Eine solch starre Quotierung beschränkt den
Gestaltungsspielraum der regionalen Ebene und wird den individuellen
Gegebenheiten vor Ort nicht gerecht. Auch Vorschläge wie die Schaffung
so genannter Übergangsregionen oder die Einführung makroökonomischer
Konditionalitäten sehe ich kritisch. Als Berichterstatter des
Europäischen Parlaments zur Verordnung über die Europäischen Verbünde
für territoriale Zusammenarbeit hoffe ich, Akzente setzen und Defizite
abstellen zu können, um damit letztlich zu einem gelungenen Regelwerk
für eine erfolgreiche Regionalpolitik ab 2014 beizutragen.
Konrad Adenauer Stiftung