- Dienstag, 07. Juni 2011 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Die politische Situation im Lateinamerika der 60er Jahre und heute
veranstaltet von `Rosa Luxemburg Stiftung`
Der Sieg der kubanischen Revolution 1959 war ein entscheidender Einschnitt in der jüngeren Geschichte Lateinamerikas; ihm folgten zahlreiche Versuche, durch bewaffnete Befreiungsbewegungen in anderen Ländern des Subkontinents die Isolierung Kubas zu sprengen. Diese Guerillaunternehmen scheiterten ebenso wie die Abwehrstrategien der USA : Zum Ende der 60er Jahre kam in Chile durch freie Wahlen ein Linksbündnis an die Regierung, das in einem Land der Dritten Welt einen demokratischen Sozialismus verwirklichen wollte.
Das Scheitern der Unidad Popular löste auch in der alten und Neuen Linken Westeuropas und Nordamerikas Debatten aus, die zu gegensätzlichen Schlussfolgerungen führten. Im Vortrag soll diese Diskussion nachgezeichnet und ihre Aktualität kritisch überprüft werden: Was hat die „Linkswende“ in Teilen Lateinamerikas seit dem Wahlsieg von Hugo Chavez 1998 mit der Vorgeschichte der 60er Jahre zu tun?