Mittwoch, 04. Dezember 2013 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Die Schule im Dorf lassen?

Die Zukunft der Bildung im ländlichen Raum

Wie viele Schülerinnen und Schüler muss eine Schule haben, damit sie nicht geschlossen wird? Wie kann man in Regionen mit schrumpfender  Bevölkerung dafür sorgen, dass es in der Nähe noch eine Grundschule gibt, die für die Kinder erreichbar ist? Wie sieht eine vorausschauende Bildungspolitik auf dem Lande aus? Expertinnen und Experten haben im Auftrag der Landesregierung Vorschläge erarbeitet, wie der demografische Wandel in Brandenburg für den Grundschulbereich gestaltet werden kann. Am 18. November 2013 haben sie ihre Ergebnisse und Empfehlungen vorgestellt.

Mit ihnen wollen wir diskutieren, welche schulpolitischen Entwicklungsmöglichkeiten sich bieten, wo Chancen und wo Risiken liegen. Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Verantwortliche in Politik und Verwaltung und alle, die an Schule und Bildung interessiert sind, sind herzlich eingeladen, ihre Meinungen und Sichtweisen zu den Vorschlägen der Demografie-Kommission in die Debatte einzubringen.

Als thematische Einstimmung auf die Diskussion zeigen wir ab 17:00 Uhr den französischen Dokumentarfilm „Sein und haben – Être et avoir“ (OmU) von Nicolas Philibert, der den Alltag an einer französischen Dorfschule zeigt. Er lockte in Frankreich mehr als eine Millionen Menschen in die Kinos und wurde von der Kritik gefeiert: „ein filmisches Juwel“ (Kino Kino), „ein Kinowunder“ (film­dienst), „makellos“ (L'Express).  Es geht um eine Schule im Herzen der Auvergne, die aus nur einer Klasse besteht: Alle Kinder eines Dorfes, vom Kindergartenalter bis zum letzten Jahr der Grundschule, werden gemeinsam von ihrem Lehrer Georges Lopez unterrichtet. Er kümmert sich um ihre Sorgen, schlichtet Streit und ist auch für sie da, wenn sie Kummer haben. Zwischen Isolation und Weltoffenheit teilt teilen sie in der Abgeschiedenheit den Alltag, im Guten wie im Schlechten. Bis der letzte Schultag vor den Sommerferien kommt und es heißt, Abschied zu nehmen.

 

Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Teilnahmegebühren
frei