Film und Gespräch Dienstag, 27. August 2019 /
Erfurt

Die vorletzte Freiheit

Filmvorführung und Gespräch

Urheber/in: Stefan Auch. All rights reserved.
Datum, Uhrzeit
Di., 27. Aug. 2019,
19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Veranstalter/in
Landesstiftung Thüringen
Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen

In Kooperation mit dem Erinnerungsort Topf & Söhne zeigen wir den Film "Die vorletzte Freiheit". Im Anschluss bietet ein Gespräch mit dem Regisseur Stefan Auch Raum für Austausch und Diskussion über den Dokumentarfilm.

 

Ort: Erinnerungsort Topf & Söhne, Sorbenweg 7 (99099 Erfurt)

Eintritt frei

 

Über den Film:

Otto Dov Kulka wurde 1933 in Tschechien geboren. Im Alter von neun Jahren wurde er zusammen mit seiner Mutter in das KZ Theresienstadt verschleppt und ein Jahr später, im September 1943, in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort kamen die beiden in das  sog. Theresienstädter Familienlager. Eigenverantwortlich organisierten die Häftlinge dort Kultur und Bildung für die Kinder und Jugendlichen. Hier fand Otto Dov Kulka seinen Zugang zu Musik und Literatur.

Nach 1945 wurde er Historiker und machte als Professor an der Hebräischen Universität von Jerusalem jüdische Geschichte, Antisemitismus und Holocaust zu seinen Forschungsschwerpunkten. Seine persönlichen Erlebnisse verarbeitete er in Tagebüchern und Tonbändern. Lange blieb diese aus Metaphern, Erinnerungen und Assoziationen geschaffene innere Welt nur ihm zugänglich. Erst 1997 entschied er  sich im Angesicht einer schweren Krankheit dazu,  diese innere Welt öffentlich zu machen. 15 Jahre später erschien mit Landschaften der Metropole des Todes sein erstes außerwissenschaftliches Buch.

Dem Filmemacher Stefan Auch gelang es, die von Otto Dov Kulka geschaffenen inneren Landschaften sichtbar zu machen. Als Regisseur fand er Bilder zu den Erinnerungen des Überlebenden. Die langen ruhigen Einstellungen begleiten die Stimme Otto Dov Kulkas. Er spricht über Härte und Grausamkeit auf der einen und seine Traumlandschaft auf der anderen Seite. Stefan Auch hat einen berührenden Film über Auschwitz und die große Frage "Was bedeutet Auschwitz?" geschaffen, ohne Bilder von dort zu zeigen.

 

Projekt der Freiwilligen im FSJ Kultur Bruno Brauer, Erinnerungsort Topf & Söhne,  und Fabian Gabriel, Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V.

Das Format Film im Dialog haben die Freiwilligen im FSJ Kultur 2016/2017 im Erinnerungsort eingeführt, um vor allem junge Menschen anzusprechen und das Gespräch unter den Besucherinnen und Besuchern anzuregen. Dafür werden Gäste eingeladen oder der Film mit einer thematischen Führung kombiniert.