Dienstag, 05. Juli 2011 19.30 In meinem Kalender speichern

Die Welt ohne uns: Humor und Humus

80 Jahre nach Ende der Menschheit. Botanisches Langzeittheater


Nachdem im letzten Akt Unwetter den Garten verwüstet haben, versinken allmählich die menschlichen Zivilisationsreste im Erdboden. Wie die antiken Stätten liegt Hannover unter Schichten von Schlamm, Staub und Dreck verborgen. Aber es gibt keine Zivilisation, die diese archäologischen Reste ausgraben könnte. Im V. Akt macht sich »Die Welt ohne uns« auf zu einem Abstieg in die Unterwelt. Was passiert unter der Erde, achtzig Jahre nach Ende der Menschheit? Ein Abend über vermodernde Leichen, wirre Wurzeln, tropfende Rohre und maulfaule Maulwürfe - in der Humusschicht vereinigen sie sich, und im scheinbar so reglosen Boden ist einiges los. Wagen wir einen Blick hinein, denn die Relikte unterschiedlicher Zeiten nähern sich einander an: eine Haribotüte neben einem Blindgänger, eine Glasfaserleitung neben einem Kupfertopf, ein Atommüllfass neben einem Steinkeil. Je länger die Dinge dort liegen, umso mehr rücken sie zusammen. Bis schließlich die Epoche des Menschen, das Anthropozän, nichts weiter als eine zehn Zentimeter breite, mit Plastiksporen durchsetzte Erdschicht sein wird.

KONZEPTION Tobias Rausch, Aljoscha Begrich (lunatiks produktion) REGIE Tobias Rausch DRAMATURGIE Aljoscha Begrich AUSSTATTUNG Kirsten Hamm WISSENSCHAFT LICHE BERATUNG Joachim Tantau MIT Daniel Nerlich u. a.

SCHIRMHERR: Oberbürgermeister Stephan Weil
Veranstalter*in
Externe Veranstaltung