Donnerstag, 25. September 2008 16.00 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Die Würde des Menschen - Projekt für Schulen und Jugendeinrichtungen in der Region Hannover

Auftaktveranstaltung

Am 23. Mai 2009 wird das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland sechzig Jahre alt. Das ‚Netzwerk Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover’ lädt aus Anlass des Jahrestages Schulen und Jugendeinrichtungen der Region Hannover zu einem Projekt ein.
Das Projekt stellt den Bezug zwischen Geschichte und Gegenwart her und verknüpft historisches Lernen mit politischem Lernen, Geschichtsverständnis mit Werteorientierung. Die konkrete Erforschung der Verletzung grundlegender Menschenrechte während des Nationalsozialismus macht deutlich, welche Errungenschaft das Grundgesetz bedeutet – und dass wir am 23. Mai 2009 allen Grund zum Feiern haben.

Programm

16 Uhr
Ein Auftakt voller Würde
Lassen Sie sich überraschen

16.30 Uhr
Projektvorstellung
Wir möchten Ihnen unsere Ideen vorstellen und mit Ihnen gemeinsam darüber sprechen, wie sich diese Ideen realisieren lassen.

Unser Projekt besteht aus drei Bausteinen:
Demokratie lernen & leben
Wir entwickeln mit hannoverschen Jugendtheatern einen Theater - Workshop zum Thema Würde und Respekt. Die Jugendlichen können ihre eigenen Erfahrungen mit Respektlosigkeit, Demütigung, Verletzung, Intoleranz, Mobbing sichtbar machen. Konkret: Wo findet meine persönliche Freiheit ihre Grenzen in der Würde des Anderen? Was ist überhaupt Würde?
Historisches Lernen vor Ort
Ausgangpunkt sind zentrale Fragen:
Woher stammen die Leitideen des Grundgesetzes?

Welche unmittelbaren Erfahrungen mit der NS-Diktatur haben die Menschen in unserem Land geprägt, als das Grundgesetz geschrieben wurde?
Warum hat die Würde eine zentrale Bedeutung erhalten?

Wir laden Sie ein, Stadtgeschichte zu erkunden, Biographien zu recherchieren und Projekte im Bereich Erinnerungskultur mit Schulklassen zu begleiten.
Schulnetz Erinnerung und Zukunft
Ein ‚Botschafter’ des Netzwerks sorgt für die inhaltliche Begleitung, wir unterstützen bei der historischen Recherche und bei der konkreten Umsetzung. Lehrerfortbildungen zu den Themen Archivarbeit mit Jugendlichen, historische Erkundung und ‚Neuer Antisemitismus’ sollen die pädagogische Arbeit begleiten.
Wir bauen zurzeit unsere Internetplattform auf, es werden Möglichkeiten geschaffen, die Projektergebnisse auf unserer Plattform sichtbar zu machen. Es ist geplant alle Arbeiten in einer Feier zum 60. Geburtstag des  Grundgesetzes  am 23.Mai 2009 öffentlich zu präsentieren.

19 Uhr Pause und Imbiss

20 Uhr
Historisches Lernen und Demokratische Bildung
Impulsvorträge und Debatte
Dr. Andres Nader, Amadeu Antonio Stiftung
Kurt Edler, Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung, Hamburg

Wir möchten Ihnen zwei praktische Arbeitsansätze vorstellen und mit Ihnen über unsere Zusammenarbeit sprechen. Wie können wir als ‚Netzwerk Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover’ mit einem ‚Schulnetz’ die Arbeit im Bereich Erinnerungskultur stärken?

In Niedersachsen und Sachsen-Anhalt führt die Amadeu Antonio Stiftung ein Projekt durch, bei dem die Erkundung der lokalen Geschichte im Mittelpunkt steht. Ziel ihres Projektes ist es, die Fähigkeit zu fördern, sich argumentativ mit menschenfeindlichen Einstellungen und Ideologien auseinanderzusetzen.

Kurt Edler vom Landesinstitut für Lehrerfortbildung aus Hamburg bringt praktische Erfahrungen aus der Zusammenarbeit von schulischen und außerschulischen Akteuren in der gesellschaftlichen Bildung mit, stellt uns Netzwerke aus Hamburg vor und verrät uns etwas über‚erfolgreiche Akteure und ihr Geheimnis’.
Veranstalter*in
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