Freitag, 16. April 2004 00.00 Uhr – Samstag, 17. April 2004, 00.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Die Zukunft der Europäischen Union und die Türkei

Symposium

Es ist nicht falsch, dem Jahr 2004 "historische" Bedeutung in Bezug auf die Beziehungen zwischen der Türkei und der EU beizumessen: Denn im Dezember dieses Jahres werden auf dem Europäischen Rat die Würfel für oder gegen einen Beginn der Beitrittsverhandlungen der EU mit der Türkei endgültig fallen. <br><br> Denkbar ist, dass der Rat ein an konkrete Bedingungen geknüpftes Datum für den Beginn der Verhandlungen nennt. Bleibt dieses Datum jedoch ungenannt, so wäre eine EU-Mitgliedschaft der Türkei kaum noch vorstellbar. <br><br> Die europapolitischen Probleme des vergangenen Jahres sind jedoch noch frisch im Gedächtnis der EU- Mitgliedstaaten: die Uneinigkeit in Bezug den Irak-Krieg und die vorerst gescheiterte Verfassungsgebung. Die Trennlinie zwischen dem "alten" und "neuen" Europa umfasste auch die neuen Mitgliedsländer. Ebenso horchte die EU auf, als die zukünftigen neuen Mitglieder in der Verfassungsdebatte hartnäckig eigene Positionen vertraten. <br><br> Dies alles schwingt heute bei der Debatte um die EU-Beitrittsfrage der Türkei mit. Es geht nicht nur um die Reformfähigkeit der Türkei zur Erfüllung der Kopenhagener Kriterien. Vielmehr muss sich die EU, aufgerüttelt durch das vergangene Jahr, die Frage stellen, ob und unter welchen Voraussetzungen sie zur Aufnahme der Türkei in der Lage ist. <br><br> <b>Themen</b><br> Das Istanbuler Büro der Heinrich Böll Stiftung setzt sich daher auf diesem Symposium mit beiden Seiten der Medaille auseinander: den Anforderungen eines Türkeibeitritts an die EU und an die Türkei. VerterterInnen aus NGOs, Politik und Wissenschaft diskutieren zentrale Fragen wie "Europäische Identität und Türkei", "EU- Reformprozess und EU-Beitritt der Türkei" sowie "Gemeinsame europäische Außen- und Sicherheitspolitik".