Donnerstag, 30. August 2007 – Freitag, 31. August 2007 In meinem Kalender speichern

documentaEffects - Was macht die documenta mit der Stadt?

Symposium

Künstlerisch-kulturelle Projekte spielen als neue Form der Stadtentwicklung mit soft tools in den letzten Jahrzehnten eine zunehmende Rolle. Dies gilt gleichermaßen für die Eventisierung der Stadtentwicklung insgesamt wie auch für die Einbeziehung von Künstlern in Stadtentwicklungsprojekte auf der lokalen Ebene. Die documenta ist durch ihr über fünfzigjähriges Bestehen sowie ihre stets neu entworfene räumliche Struktur ein hervorragendes Fallbeispiel, um die Wechselwirkung zwischen Kunst und Stadt zu diskutieren.
 
Das Symposion documentaEffects fokussiert diese Thematik an drei Fragenkomplexen:
  • Kunst und Stadt: Wie intervenieren künstlerische und kuratorische Praktiken in die Stadt? 
  • Kunst als städtischer Wirtschaftsfaktor: Die ökonomischen Nebeneffekte des künstlerischen Großevents sind für Politiker und Sponsoren zentral, für die Kulturschaffenden hingegen eher eine unerwünschte Begleiterscheinung. Welche – beabsichtigte wie unbeabsichtigte – Interaktion besteht zwischen diesen zuweilen fast entgegen gesetzten Sphären? 
  • In jüngster Zeit wird Kultur zunehmend als Werkzeug von Stadtentwicklung eingesetzt. Welche Rolle aber kann sie hierbei wirklich spielen? Blendet die Kulturalisierung der Stadtpolitik die eigentlichen Fragen und Konflikte aus? Unterhöhlt diese Entwicklung den Städtebau als zentrale Disziplin, der das gesellschaftliche Zusammenleben räumlich strukturiert?
Das Symposium ist mit einer Ausstellung im Kasseler Stadtmuseum und der Veröffentlichung des Audioguides documentaEFFECTS des Fachgebietes der Uni Kassel in einen breiteren Projektrahmen eingebettet.

Mit: u.a.
Regina Bittner (Stiftung Bauhaus Dessau)
Heinz Bude (Universität Kassel)
Brigitte Franzen  (Münster)
Dirk Baecker (Universität Witten/Herdecke– angefragt)
Werner Sewing (Architektursoziologe)
Paul Domela (Liverpool Biennale)

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