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Workshop

Samstag, 14. Februar 2026 – Sonntag, 15. Februar 2026 In meinem Kalender speichern

Workshop

Dokumentarisches Theater gegen Rechtsextremismus

Künstlerisch-theatrale Auseinandersetzungen mit rechtsextremistischen Verbrechen

Rechtspopulistische und rechtsextreme Narrative in den sozialen Medien überschreiben zunehmend die Erinnerung an rechtsextremistische Verbrechen. Sie verharmlosen die Ereignisse, zielen auf gesellschaftliche Polarisierung und stellen die demokratischen Werte als Grundlage unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens in Frage.  
Der Workshop „Dokumentarisches Theater gegen Rechtsextremismus“ verbindet die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus in unserer Gesellschaft mit der Frage nach den viel zu oft überhörten Perspektiven der Opfer und ihrer Angehörigen. Über die Methode des dokumentarischen Theaters eröffnet der Workshop einen künstlerischen Zugang zur kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Missständen wie Rassismus und Ausgrenzung.
Über einen Einblick in Rechercheprozesse, die Auseinandersetzung mit realen Geschichten und den Schreibprozess der Theatertexte, lernen die Teilnehmenden, komplexe Zusammenhänge differenziert zu betrachten, vereinfachende Narrative zu hinterfragen und eigene Haltungen zu reflektieren.

Geleitet wird der Workshop von Tuğsal Moğul, Theaterautor, Regisseur und Arzt mit ausgewiesener Expertise im dokumentarischen Theater. In seinen Stücken „Auch Deutsche unter den Opfern/ NSU – MORDE“ und „And Now Hanau!“ thematisiert er die rassistischen Morde, die in Deutschland in den letzten 25 Jahren stattgefunden haben und stellt die Perspektiven der Betroffenen, institutionelle Versäumnisse und Fragen gesellschaftlicher Verantwortung ins Zentrum.

Der Workshop richtet sich gezielt an junge Menschen zwischen 17 und 21 Jahren mit Migrationsgeschichte oder eigenen Rassismus-Erfahrungen. 

Anmeldung: kaouthar.slimani@pavillon-hannover.de 


Workshop-Programm:

Tag 1 (14.02.26, 10:00-16:00 Uhr): 
Kennenlernen, Einstieg ins Thema und Auseinandersetzung mit dem Stück „AUCH DEUTSCHE UNTER DEN OPFERN / NSU-MORDE" 

Tag 2 (15.02.26, 11:00 – 15:30 Uhr):
Umgang mit Opfern und ihren Angehörigen. Die Bedeutung marginalisierter Perspektiven für die Arbeit mit dokumentarischem Theater am Beispiel von „AND NOW HANAU“ 
 

Adresse
Kulturzentrum Pavillon
Lister Meile 4
30161 Hannover

Veranstalter*in
Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen
Sprache
Deutsch
Teilnahmegebühren
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Zugang
Der Veranstaltungsraum ist barrierefrei zugänglich.