Podiumsdiskussion
- Mittwoch, 01. Juli 2026 17.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Dokumentieren, Aufklären, Widerstehen
Zur Aktualität historisch ausgerichteter Menschenrechtsarbeit
Präsentation und Diskussion
Das Dokumentieren und Aufklären über Menschenrechtsverletzungen und Gewaltpolitik hat angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine besondere Aktualität. Wie stellen sich die Berliner Exilorganisation Zukunft Memorial und ihre internationalen Kooperationspartner dieser Aufgabe? Was kann wie in der aktuellen Lage dokumentiert werden, und durch wen? Welche Bedeutung hat die Auseinandersetzung mit sowjetischer Gewaltgeschichte für den Krieg, die Repressionen und Konflikte heute? Wie unterscheiden sich die Perspektiven in den verschiedenen Gesellschaften Osteuropas?
Seit fast 40 Jahren versucht Memorial – 1988 in der Sowjetunion aus einer Bürgerbewegung hervorgegangen –, die Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen aus der Vergangenheit und der Gegenwart konzeptionell und praktisch zusammenzubringen. Nach dem Ende der Sowjetunion entwickelte sich Memorial zu einem multilateralen Netzwerk mit einem Schwerpunkt in Russland. Nach der zwangsweisen Auflösung der in Moskau ansässigen Dachorganisation Memorial International im Frühjahr 2022 und dem Beginn der russischen Vollinvasion in die Ukraine mussten viele Mitarbeiter*innen und Aktivist*innen das Land verlassen. Zukunft Memorial in Berlin ist eine von zahlreichen Exilorganisationen, die in Kooperation mit anderen internationalen Organisationen die historische Arbeit und den Widerstand gegen den russischen Aggressionskrieg fortsetzen.
Eines ihrer aktuellen Kooperationsprojekte ist das „Help-Desk-Archiv“, eine Sammlung von 150 dokumentarischen Monologen von Opfern der russischen Invasion in die Ukraine. Anhand dieses gemeinsam mit Helpdesk-Media, Kronika und der Zimin Foundation realisierten Projekts wollen wir die oben gestellten Fragen diskutieren.
Programm
17:00 Begrüßung durch Jan Philipp Albrecht (Heinrich-Böll-Stiftung) und Irina Scherbakowa (Zukunft MEMORIAL)
17:20 Präsentation: Archiv von Augenzeugenberichten: Die russische Invasion in die Ukraine
Moderation: Anna Nemzer, Projekt Kronika, New York
18:10 Pause
18:30 Diskussion
- Nino Haratischwili, Schriftstellerin, Berlin
- Oleksandra Romantsova, Zentrum für Staatsbürgerliche Freiheiten, Kyjiw
- Elena Zhemkova, Zukunft MEMORIAL, Berlin
- Prof. Jörn Happel, Universität der Bundeswehr Hamburg
Moderation: Walter Kaufmann, Heinrich-Böll-Stiftung
20:30 Empfang mit Getränken und leichten Snacks
Kontakt
Jana Falkenroth, falkenroth@boell.de
Veranstaltungshinweis: 30.06.2026, 20h
MEMORIA, Gastspiel von Nana Grinstein am Berliner Ensemble
Das Stück der Moskauer Dokumentartheater-Gruppe "Theater Doc" bringt Bertolt Brecht, die Brecht-Schauspielerin Carola Neher, die nach der Flucht aus Deutschland im Stalin'schen GULAG ums Leben kam, und die Memorial-Vorsitzende Irina Scherbakowa als handelnde Figuren auf der Bühne ins Gespräch - über Erinnerung, Repression, Krieg.
Mehr Infos und Karten: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/memoria
- Zeitzone
- CEST
- Adresse
-
▶ Heinrich-Böll-Stiftung, Bundesstiftung Berlin sowie Online
Schumannstr. 8
10117 Berlin
- Barrierefreiheit
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
- Sprache
- Deutsch
- Russisch
- Ukrainisch
- Livestream
- Livestream aufrufen
Ihre Teilnahme an der Veranstaltung
Teilnahme vor Ort im Konferenzzentrum der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin
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Zugang zum Haus
- Der Zugang zu unserem Haus ist rollstuhlgerecht.
- Der Vordereingang verfügt über eine rollstuhlgeeignete Gegensprechanlage.
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- Die Veranstaltungen finden in der 1. Etage statt. Es gibt einen Fahrstuhl.
- Im Erdgeschoss gibt es behindertengerechte Toiletten.
Rollstuhlplätze
In den Räumen gibt es reservierte Rollstuhlplätze.
Alle Tische sind unterfahrbar.
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