- Mittwoch, 09. Juni 2004 15.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Dresden: Risse im Gemäuer?
Hochschulreformen, die Universität und die Zukunft der Geistes- und Sozialwissenschaften
Die alte Universität soll
derzeit "entrümpelt"
und zu einem modernen
effizienten Dienstleistungsunternehmen
umgestaltet werden. Das gilt vor allem
auch für die Geistes- und
Sozialwissenschaften. Im neuen
Reformvokabular ist die Rede von
Modernität, Dynamik und Effizienz,
Wettbewerb und Sparsamkeit, nicht
selten sogar von Jugend und Kreativität.
Im Innen- wie im
Außenverhältnis sollen in die Hochschulen
Kunden-Dienstleistungsbeziehungen Einzug
halten. Gesellschaftlicher
Nutzen wird zunehmend in Kategorien des
Marktwerts bestimmt - meist zum
Nachteil der Geistes- und
Sozialwissenschaften und zum Vorteil der
Natur- und Ingenieurwissenschaften.
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Jedoch: Ist es angemessen, von
einer "Krise der Universitäten" zu
sprechen? Konkreter: Welchen Einfluss
haben die "neuen" Steuerungs- und
Managementkonzepte auf die Alltagspraxis
der Hochschulen? Was kommt an
bei DozentInnen und Studierenden? Wie
reagieren die in Bedrängnis
geratenen Fächer, wie kommunizieren
Geistes- und Sozialwissenschaften
mit ihrer Umwelt - einer nicht zuletzt
medial erzeugten Öffentlichkeit?
Schließlich: Welche über die Fixierung auf
Markt und Verwertbarkeit
hinausgehenden Reformperspektiven
lassen sich vor diesem Hintergrund
entwickeln?
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