- Dienstag, 28. Oktober 2008 – Mittwoch, 29. Oktober 2008 In meinem Kalender speichern
Drogen, Dollar, Demokratie I
Drogenhandel & Globalisierung in Mexiko und Brasilien
Die jährlichen Umsätze des internationalen Drogenhandels liegen im dreistelligen Milliardenbereich. Sein wirtschaftlicher Umfang entspricht damit dem des illegalen Waffen- und Menschenhandels.
Durch die Globalisierung haben sich Produktionsstätten und Handelsrouten diversifiziert und Machtstrukturen verschoben. Das organisierte Verbrechen nutzt zunehmend – und manchmal effektiver als die legale Wirtschaft – die Möglichkeiten der Handelsliberalisierung
im Rahmen der freien Marktwirtschaft.
Der im März 2008 vom UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung vorgelegte Bericht zeigt, dass die Herstellung und der Verkauf von Drogen bislang nicht zurückgedrängt werden konnten.
Im Frühjahr 2009 wollen die Vereinten Nationen über ihre zukünftige Drogenpolitik entscheiden. In den aktuellen nationalen und internationalen Sicherheitsdebatten bekommt die Stärkung der Staaten dabei einen neuen Stellenwert.
Die ungeheuren finanziellen Mittel im Drogengeschäft öffnen via Korruption Wege in Polizei, Militär und Politik, auch in großen, als stabil geltenden Staaten. Verbrechernetzwerke etablieren sich in den für den Handel relevanten Regionen als mächtige Interessengruppen.
Bürgerinnen und Bürger erleben, dass sich «ihre» Politiker den Wählern zunehmend weniger verpflichtet fühlen.
In den Regionen, die aktiv in den Drogenhandel involviert sind, ist gerade für mittel- und damit chancenlose Jugendliche das Drogengeschäft die Möglichkeit, schnell zu viel Geld und (zumindest über die eigene Waffe) zu Macht zu kommen. Die stark bewaffneten Dealerkartelle stellen an den Umschlagplätzen zunehmend eine Gefährdung auch der nicht involvierten Bevölkerung dar. Es entstehen parallele Machtstrukturen, die das Gewaltmonopol des Staates unterminieren.
Mit:
Manuel Perez Rocha, Institute for Policy Studies, Washington
Dr. Regine Schönenberg – Politikwissenschaftlerin, Berlin
Dr. Ignacio Cano – Laboratório de Análise da Violência, UERJ, Rio de Janeiro)
José Rosario – Centro Pro DDHH, Ciudad de México
Moderation:
Annette v. Schönfeld – Regionalreferentin Lateinamerika, Heinrich-Böll-Stiftung
Sven Hilbig – Referent EU – Mercosur, Heinrich-Böll-Stiftung
Durch die Globalisierung haben sich Produktionsstätten und Handelsrouten diversifiziert und Machtstrukturen verschoben. Das organisierte Verbrechen nutzt zunehmend – und manchmal effektiver als die legale Wirtschaft – die Möglichkeiten der Handelsliberalisierung
im Rahmen der freien Marktwirtschaft.
Der im März 2008 vom UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung vorgelegte Bericht zeigt, dass die Herstellung und der Verkauf von Drogen bislang nicht zurückgedrängt werden konnten.
Im Frühjahr 2009 wollen die Vereinten Nationen über ihre zukünftige Drogenpolitik entscheiden. In den aktuellen nationalen und internationalen Sicherheitsdebatten bekommt die Stärkung der Staaten dabei einen neuen Stellenwert.
Die ungeheuren finanziellen Mittel im Drogengeschäft öffnen via Korruption Wege in Polizei, Militär und Politik, auch in großen, als stabil geltenden Staaten. Verbrechernetzwerke etablieren sich in den für den Handel relevanten Regionen als mächtige Interessengruppen.
Bürgerinnen und Bürger erleben, dass sich «ihre» Politiker den Wählern zunehmend weniger verpflichtet fühlen.
In den Regionen, die aktiv in den Drogenhandel involviert sind, ist gerade für mittel- und damit chancenlose Jugendliche das Drogengeschäft die Möglichkeit, schnell zu viel Geld und (zumindest über die eigene Waffe) zu Macht zu kommen. Die stark bewaffneten Dealerkartelle stellen an den Umschlagplätzen zunehmend eine Gefährdung auch der nicht involvierten Bevölkerung dar. Es entstehen parallele Machtstrukturen, die das Gewaltmonopol des Staates unterminieren.
Mit:
Manuel Perez Rocha, Institute for Policy Studies, Washington
Dr. Regine Schönenberg – Politikwissenschaftlerin, Berlin
Dr. Ignacio Cano – Laboratório de Análise da Violência, UERJ, Rio de Janeiro)
José Rosario – Centro Pro DDHH, Ciudad de México
Moderation:
Annette v. Schönfeld – Regionalreferentin Lateinamerika, Heinrich-Böll-Stiftung
Sven Hilbig – Referent EU – Mercosur, Heinrich-Böll-Stiftung
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin