Montag, 08. September 2008 19.30 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Dynamik im Verhältnis - Zukunftsszenarien europäisch-afrikanischer Beziehungen

***Achtung***

Diese Veranstaltung fällt leider aus!

Ökonomisch, politisch, sozial und kulturell gab es in Afrika in den letzten 50 Jahren tiefgreifende Veränderungen und Entwicklungen. Diese betreffen nicht nur die innere Verfasstheit der afrikanischen Staaten und Gesellschaften, sondern auch die Beziehungen auf internationaler Ebene, allen voran die Beziehungen zwischen Afrika und Europa.

Für beide Kontinente gilt: wer im Verhältnis nur die Bedingungen des eigenen Handelns reflektiert, dessen Blick und Handlungsoptionen bleiben unvermeidlich beschränkt. Das „Sich-ins-Verhältnis-Setzen“ ist notwendig, um eingeübte Sichtweisen zu spiegeln und gegebenenfalls zu erschüttern – auch und gerade was die Machtbeziehungen angeht. Zu suchen ist nach Möglichkeiten für einen wirklichen Dialog bei dem man vorläufigen Denkbewegungen folgen, manchmal auch Irrwege beschreiten kann. Einen Austausch, der dynamisch ist, so wie die Gesellschaften beider Kontinente dynamisch sind. 

Kaum ein anderer hat sich in diesem Feld so stark und zukunftsweisend artikuliert wie der Historiker und Politikwissenschaftler Achille Mbembe. Sein Begriff des Afropolitanismus verspricht eine „Herausforderung“, eine „Stilistik, eine Ästhetik und eine gewissen Poetik der Welt: ein In-der-Welt-Sein, das aus Prinzip jegliche Form der Opferidentität ablehnt.“

Vortrag:
Dr. Achille Mbembe, Witwatersrand Institute of Social and Economic Research, Südafrika

Kommentar:
Prof. Andreas Eckert, Afrikawissenschaften, Humboldt Universität zu Berlin

Moderation:
Eric van Grasdorff, Africavenir