- Montag, 12. April 2010 09.30 – 18.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Ehrensache? Europäische Strategien zum Schutz von jungen Migrantinnen vor Gewalt im Namen der Ehre
veranstaltet von `Friedrich Ebert Stiftung`
Zwangsverheiratung und Ehrenmorde sind Verbrechen und bleiben doch
häufig verdrängte Realität in Europa. In Deutschland werden (geschätzt)
rund 10.000 Zwangsehen jährlich geschlossen und
Frauenhilfsorganisationen verzeichnen steigende Zahlen. Nur wenige
anonyme Einrichtungen, wie z.B. `Papatya`, kümmern sich um die Opfer
geschlechtsspezifischer, religiös-kulturell-traditionell motivierter
Gewalt. Diese Entwicklungen stehen in scharfem Kontrast zu
Erfolgsmeldungen über `Integration` und `Partizipation`, denn
offensichtlich fühlen sich eine beträchtliche Anzahl von Migranten eher
archaischen `Ehre`-Traditionen verpflichtet als den Menschenrechten.
Wir fragen nach dem `Ehre`-Konzept, das solchen
Menschenrechtsverletzungen zugrunde liegt, diskutieren das Ausmaß der
Gewalt gegen junge Frauen in Europa und erörtern Möglichkeiten, wie
Staat und Zivligesellschaft wirksam helfen können.
9.30 Uhr Begrüßung und Eröffnung: Dr. Johannes Kandel, FES
9.45 Uhr `Familienehre` - Überlegungen zu einem familiären Konzept im interkulturellen Kontext
Corinna Ter-Nedden, Papatya, Berlin
Nachfragen/Diskussion
10.30 Uhr Maßnahmen zum Schutz junger Frauen maghrebinischer Herkunft vor Zwangsverheiratung und Gewalt im Namen der Ehre in Frankreich am Beispiel
eines Modellprojekts Südfrankreich
Latifa Drif, `Planning Familiale`, Montpellier
Nachfragen/Diskussion
11.45 Uhr Möglichkeiten und Erfahrungen mit Online-Beratung im therapeutischen Prozess mit jungen Migrantinnen - Ein Praxisbericht
Sevil Bremer, Stockholm
Nachfragen/Diskussion
13.45 Uhr Gegen Zwangsheirat und Ehrenmorde
Die Arbeit von `Kamer` im kurdischen Teil der Türkei
Nebahat Akkoc, Diyarbakir
Nachfragen und Diskussion
14.45 Uhr Verhinderung von Zwangsverheiratung und Ehrenmorden - Rückführung von verschleppten jungen Frauen - Die Arbeit von Scotland Yard
Gerry Campbell, Metropolitan Police, London
Nachfragen und Diskussion
15.45 Uhr Exemplarische Beispiele aus der Online-Beratung, Möglichkeiten und Grenzen
Papatya
Nachfragen und Diskussion
Ende der Tagung.
Dolmetschung: Deutsch-Englisch-Französisch-Türkisch
Für die Veranstaltung werden keine Teilnehmergebühren erhoben.
Die Friedrich-Ebert-Stiftung übernimmt keine Fahrt- und Übernachtungskosten.
Friedrich Ebert Stiftung
9.30 Uhr Begrüßung und Eröffnung: Dr. Johannes Kandel, FES
9.45 Uhr `Familienehre` - Überlegungen zu einem familiären Konzept im interkulturellen Kontext
Corinna Ter-Nedden, Papatya, Berlin
Nachfragen/Diskussion
10.30 Uhr Maßnahmen zum Schutz junger Frauen maghrebinischer Herkunft vor Zwangsverheiratung und Gewalt im Namen der Ehre in Frankreich am Beispiel
eines Modellprojekts Südfrankreich
Latifa Drif, `Planning Familiale`, Montpellier
Nachfragen/Diskussion
11.45 Uhr Möglichkeiten und Erfahrungen mit Online-Beratung im therapeutischen Prozess mit jungen Migrantinnen - Ein Praxisbericht
Sevil Bremer, Stockholm
Nachfragen/Diskussion
13.45 Uhr Gegen Zwangsheirat und Ehrenmorde
Die Arbeit von `Kamer` im kurdischen Teil der Türkei
Nebahat Akkoc, Diyarbakir
Nachfragen und Diskussion
14.45 Uhr Verhinderung von Zwangsverheiratung und Ehrenmorden - Rückführung von verschleppten jungen Frauen - Die Arbeit von Scotland Yard
Gerry Campbell, Metropolitan Police, London
Nachfragen und Diskussion
15.45 Uhr Exemplarische Beispiele aus der Online-Beratung, Möglichkeiten und Grenzen
Papatya
Nachfragen und Diskussion
Ende der Tagung.
Dolmetschung: Deutsch-Englisch-Französisch-Türkisch
Für die Veranstaltung werden keine Teilnehmergebühren erhoben.
Die Friedrich-Ebert-Stiftung übernimmt keine Fahrt- und Übernachtungskosten.