Gespräch Sonntag, 26. April 2020

Ausfall: Ein Stadtspaziergang zur Geschichte der Einwanderung nach Deutschland

- Vom Halleschen zum Kottbusser Tor

Datum, Uhrzeit
So., 26. Apr. 2020,
14.00 – 16.15 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung

Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)
"Wer baute das siebentorige Theben?" Das hat Bertolt Brecht in einem berühmten Gedicht gefragt. "In den Büchern stehen die Namen von Königen. Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?"

Und wer baute die Kanäle in und um Berlin und das Reichstagsgebäude?

Darunter waren viele Arbeiter*innen aus Italien und Osteuropa. Es handelt sich um eine über hundertjährige Geschichte der Einwanderung unter teilweise dramatisch wechselnden Bedingungen. Wir wandern zeitlich von der Zeit der Hochindustrialisierung in den 1890ern über die Weimarer Republik, die NS-Diktatur mit ihrer mörderischen Zwangsarbeiterpolitik, die Zeit von Bundesrepublik Deutschland und DDR bis zur Gegenwart. Dabei spielt auch die jahrzehntelange Verleugnung der Einwanderungssituation eine wichtige Rolle.
Die Route führt vom Mehringplatz zum Landwehrkanal und dort entlang bis zum Kottbusser Tor.
Es kommt dabei auch darauf an, die Entwicklung staatlicher Politik(en) gegenüber Einwanderern und Geflüchteten nachzuzeichnen, deren Erfahrungen wiederzugeben und dabei von ihren (Über-) Lebensstrategien sowie Protest- und Widerstandsformen zu erzählen.

Referent: Martin Forberg M.A.
Martin Forberg ist politischer Bildner, Publizist und Stadtbilderklärer. Er hat Neuere Geschichte mit den Nebenfächern Soziologie und Ethnologie studiert.

Die Veranstaltung wird finanziert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.