Donnerstag, 16. April 2009 17.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Einwanderung oder Blue Card: Welchen Weg geht Europa?

Vortrag und Diskussion

Im vergangenen Jahr hat sich das Europäische Parlament für die Einführung einer sogenannten Blue Card ausgesprochen. Nach dem Vorbild der US-amerikanischen „Green Card“ soll sie die Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis für nicht-europäische Fachkräfte vereinfachen. Europa liegt gegenwärtig mit einem Anteil von 1,7 Prozent hochqualifizierter Arbeitskräfte aus Drittländern weit hinter den klassischen Zuwanderungsländern Australien, Kanada, USA und der Schweiz zurück. Angesichts des demographischen Wandels in Europa wird es künftig jedoch nötig sein, qualifizierte Arbeitskräfte aus Drittstaaten anzuwerben. Hierüber herrscht weitgehend Einigkeit. Der Ingenieur oder die Computerspezialistin aus Indien ist gern gesehen. Was aber ist mit der Teepflückerin, der Näherin und dem Landarbeiter aus China? Oder wie stehen wir zu den Armutsflüchtlingen aus Afrika, die sich oft in die Hände von organisierten Menschenhändlern begeben und sich verlassen auf keineswegs seetauglichen Schiffen und Schlauchbooten wiederfinden? Ist Europa verpflichtet, ihnen Asyl zu gewähren?

Die Themen Asyl und Einwanderung haben viele Facetten. Die Diskussionen werden kontrovers geführt, einen gemeinsamen Nenner zu finden, ist nicht leicht. Das Europäische Informations-Zentrum (EIZ) Niedersachsen möchte im Rahmen einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung verschiedene Meinungen zu Wort kommen lassen und Licht in die Grundlagen der europäischen Einwanderungs- und Asylpolitik bringen. Die Veranstaltung wird vom Europäischen Informations-Zentrum in Kooperation mit der Stiftung Leben und Umwelt / Heinrich Böll Stiftung Niedersachsen und dem Europabüro der Regierungsvertretung Braunschweig durchgeführt.
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