- Dienstag, 29. November 2011 10.00 – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Einwanderungsland Deutschland: across 50 years plus 6!!
veranstaltet von `Rosa Luxemburg Stiftung`
Vor 50 Jahren unterzeichnete die Bundesrepublik ein Anwerbeabkommen mit der Türkei, um Arbeitskräfte nach Deutschland zu holen. Dieser Vertrag war nicht der erste seiner Art: Seit 1955 hatte die Bundesrepublik Anwerbeabkommen mit mehreren Staaten geschlossen, darunter Italien, Spanien und Griechenland – Marokko, Portugal, Tunesien und Jugoslawien sollten noch folgen. Seitdem sind Millionen Menschen nach Deutschland migriert, Deutschland ist ein Einwanderungsland. Welche Bedeutung hatte diese Veränderung für das deutsche Bildungssystem? Welche Maßnahmen wurden getroffen, um die MigrantInnen und ihre Nachkommen an der Bildung partizipieren zu lassen? Welche Weichen wurden gestellt oder auch nicht gestellt – und was sind ihre strukturellen Folgen, die bis heute spürbar sind? Der Fachtag bietet einen Raum zur Thematisierung von Zusammenhängen der nunmehr über 56–jährigen Migrationsgeschichte mit ihrer strukturellen Benachteiligung, Diskriminierung, Ethnisierung bzw. Kulturalisierung sowie Marginalisierung in unterschiedlichen deutschen Bildungseinrichtungen unserer Gesellschaft. Der Fachtag ist initiiert worden von der Jugend- und Kulturgemeinschaft Berlin e.V., der Integrationsbeauftragten von Tempelhof-Schöneberg und dem Ausschuss für Multikulturelle Angelegenheiten der GEW Berlin und findet in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung statt. Er richtet sich an alle, die sich für das Thema Bildung im Einwanderungskontext interessieren und sich als pädagogische Fachkräfte, WissenschaftlerInnen, ErzieherInnen, LeiterInnen und MitarbeiterInnen von Bildungseinrichtungen, AusbildnerInnen, PraktikerInnen etc. kritisch damit auseinandersetzen wollen.